Trendletter Januar 2005…
Inhaltsverzeichnis…
POP-UP Stores - Mehr Traffic und Brand Awareness
Mobile Marketing - höher, schneller, weiter…
Erfolgreiches Online Marketing - was gilt es zu beachten?
Google, Google - und noch mal Google…
Der 5 Fragentest: "Wie steht es um Ihr Marketing?"
Guerilla Marketing Kongress 2005 in Köln
Marketingtrends aus der Fachliteratur
POP-Up Stores – Mehr Traffic und Brand Awareness
POP-UP Stores sind Ladengeschäfte, die nur für einen kurzen
Zeitraum von wenigen Wochen eröffnet werden. Sie dienen mehr zur
Promotion und Verteilung von Produktmustern als zum konkreten Abverkauf.
Dabei lassen sich POP-UP Stores an Plätzen eröffnen, die
aufgrund der hohen Mietkosten normalerweise kaum erschlossen werden
können. Dies ermöglicht die Ansprache neuer und exklusiver
Zielgruppen.
Die Kosten eines POP-UP Stores sind ungefähr vergleichbar mit
einer dreimonatigen Roadshow durch verschiedene Städte. Klingt
auf den ersten Blick nach viel Geld… Aber diese Form von Ladengeschäften
ist neu und die Aufmerksamkeit seitens der Zielgruppe und Presse daher
enorm hoch.
Beispielsweise hat Meow Mix, ein amerikanischer Hersteller von hochwertigem
Katzenfutter, einen POP-UP Store in Manhattan eröffnet. Alternativ
zu der üblichen Roadshow wurde ein Cafe für Katzen eingerichtet,
wo diese die Meow Mix Produkte ausprobieren konnten.
Die Besucherzahlen waren sehr gut und die Resonanz der Presse überwältigend.
Auf die Aktion meldeten sich gar potentielle Franchise-Partner aus
Süd Afrika und Irland. Die Kosten für die Eröffnung
des POP-UP Store betrugen 150.000$. Im Gegenzug brachte die Aktion
eine Umsatzsteigerung im Franchisegeschäft von ca. 50 Mio. $.
Als einer der weltweiten Top Trendspots ist Manhattan sehr beliebt
für vergleichbare Aktionen. Auch eBay oder Delta Airlines haben
hier bereits mit vergleichbaren Aktionen für Furore gesorgt.
In Europa wurde diese Vorgehensweise bisher nur vereinzelt genutzt.
Wobei wir durchaus über Städte mit vergleichbarer Anziehungskraft
verfügen. Sei es London, Paris, Barcelona, Berlin oder eine andere
europäische bzw. deutsche Großstadt.
Mobile Marketing – höher, schneller, weiter…
Junge Menschen zwischen 18 und 34 Jahren sehen immer weniger Fern.
Zeitschriften verlieren Marktanteile gegenüber dem Internet. Dies
erschwert die Ansprache dieser Zielgruppe über klassische Massenmedien.
Der Ausweg: Mobile Marketing. Denn diese Generation bedient sich heute
oft lieber der bewährten SMS als einem "gewöhnlichen"
Telefonat.
Egal ob die Werbung per SMS oder MMS (inklusive Bild und längerem
Text) erfolgt. Mobiltelefone sind Minicomputer, die in nahezu jeder
Hosen- oder Jackentasche schlummern. Dabei ermöglichen sie die
Kommunikation mit der gewünschten Zielgruppe – und zwar
24 Stunden und das 7 Tage die Woche.
Auch mobile Spiele erfreuen sich steigender Beliebtheit. Beispielsweise
haben in den USA im ersten Quartal des vergangenen Jahres 11% oder
2 Mio. Nutzer im Alter von 18 bis 25 Jahren Spiele auf Ihr Mobiltelefon
herunter geladen. Im zweiten Quartal hatte sich diese Zahl bereits
verdoppelt. Noch aktiver sind junge Erwachsene. Hier liegt der Vergleichswert
im ersten Quartal 2004 bei 4 Mio., im zweiten bereits bei 7,7 Mio.
Nutzern.
Im Rahmen der Einführung von UMTS (3G) wird ein weiteres Wachstum
erwartet. In Korea und Japan werden die neuen Services mit 9 bzw. 23
Mio. Nutzern bereits breit gefächert angewendet. Laut der International
Data Corp. hat sich in Korea der durchschnittliche Umsatz pro Kunde
seit der Einführung von 3G-Services mehr als verdoppelt.
Unabhängig von den unterschiedlichen Übertragungstechnologien
bietet Mobile Marketing vielfältige Einsatzmöglichkeiten,
die wir Ihnen anhand einiger praktischer Beispiele veranschaulichen
wollen.
1. Staples und Mobile Coupons
Bei einem Einkauf im Staples Internetstore, einem amerikanischen Unternehmen
für Büromaterial, konnten die Nutzer einen Coupon für
ihren nächsten Einkauf in einem Ladengeschäft auf Ihr Mobiltelefon
verschicken. Im Ladengeschäft wurden die Coupons vom Verkaufspersonal
eingescannt und mit dem Einkauf verrechnet. Im Rahmen einer Aktion
zum Abschluss der Sommerferien konnte eine Responsequote von 26% verzeichnet
werden. Wobei der durchschnittliche Wert pro Einkauf verdoppelt wurde.
2. Television Company – das Emmy Quiz
Im Vorfeld der 56. Verleihung des Emmy, einem Preis für die besten
Fernsehserien, veranstaltete die Television Academy ein SMS Quiz. Zehn
Tage lang wurde den Teilnehmern zweimal täglich eine Frage in
verschiedenen Kategorien gesendet. Der Gewinner erhielt eine Reise
nach Los Angeles sowie eine Eintrittskarte zu der Veranstaltung. Laut
der Aussage des VP-Marketing der Television Academy war die Aktion
ein großartiger Erfolg und ermöglichte die gewünschte
Zielgruppe mit einer Mischung aus Spaß und Bezug zu ihrem Lifestyle
anzusprechen.
3. Ice House Rock Boat Promotion – Treffen Sie Ihre Stars
Bei der Planung der Aktion dachten sich die Organisatoren, etwas gewinnen
ist schön, aber direkt etwas gewinnen ist besser. Im Rahmen des
Washed Ashore Konzerts konnten die Konzertbesucher eine SMS mit "PICK
ME" einsenden. Die Gewinnerin erhielt noch auf dem Konzert eine
Eintrittskarte für das "Icehouse Rock Boat", eine
fünftägige Kreuzfahrt durch die Karibik mit Auftritten verschiedener
Stars führender Plattenlabels.
4. Gerichtsserie – interaktives Fernsehen
Bei einer amerikanischen Gerichtsserie konnten Zuschauer im Verlauf
der Sendung abstimmen, ob der Angeklagte freigesprochen oder verurteilt
wird. Die Daten wurden live ausgewertet und das Ende der Sendung entsprechend
der Zuschauerwünsche ausgestrahlt.
5. Jane Magazine – Fotografieren sie unsere Werbeanzeigen
Im Herbst startete das Jane Magazine eine Aktion, bei der Leser einen
Preis erhielten, wenn Sie die Anzeigen der Werbekunden der aktuellen
Ausgabe mit Ihrem Mobiltelefon fotografieren und an eine bestimmte
Nummer sendeten. Mit der Aktion wurde mehr Aufmerksamkeit für
die Werbeanzeigen generiert, was natürlich die Anzeigenkunden
des Magazins freute. Teilweise beteiligten sich diese gar an der Aktion,
wie z.B. Kmart, Calvin Klein Jeans oder Guess und stellten unterschiedliche
Preise zur Verfügung. Durch die Kampagne wurden außerdem
weitere namhafte Anzeigenkunden auf das Magazin aufmerksam, so dass
nun auch Unternehmen wie Sony Playstation, Jack Daniels, Puma Fragrances
oder Samsung auf der Kundenliste des Jane Magazin stehen.
Diese Beispiele zeigen, dass Mobile Marketing richtig eingesetzt eine
Vielzahl unterschiedlicher Funktionen erfüllen kann. Sei es beispielsweise
Kundenbindung, Gewinnung neuer Kontaktdaten für Folgeaktionen
oder die Ausarbeitung von Alleinstellungsmerkmalen gegenüber dem
Wettbewerb. Der große Vorteil mobiler Werbung besteht unter anderem
darin, dass Nutzer jederzeit und überall angesprochen werden können,
die Daten elektronisch vorliegen, in Echtzeit ausgewertet und mit anderen
Aktionen verknüpft werden können.
Auch wenn dieser Bereich immer noch in den Kinderschuhen steckt, steht
ihm eine aussichtsreiche Zukunft bevor. Dabei scheitert es aktuell
nicht an der Akzeptanz auf Seiten entsprechender Zielgruppen, sondern
viel mehr an den Bedenken werbetreibender Unternehmen.
Erfolgreiches Online Marketing – was gilt es zu beachten?
In den vergangenen Jahren war Online Werbung das Marketing Segment
mit den höchsten Wachstumsraten. Selbst alt eingesessene Unternehmen
haben erkannt, dass sie Online Marketing nicht länger ignorieren
können. Zumindest nicht, ohne wertvolle Marktanteile an ihre Wettbewerber
zu verschenken.
Der einfachste und kostengünstigste Einstieg in das Thema Online
Marketing ist die Umwandlung "klassischer” Marketingmaßnahmen,
wie Anzeigen, Plakate, Fernsehspots und Prospekte in ein digitales
Format, um diese im Internet zu verteilen. Richtig?
Unglücklicherweise Nein. Online Marketing ist ein komplett
"neues Spielfeld". Daher haben viele "klassische”
Marketiers – egal ob im eigenen Unternehmen oder einer externen
Agentur – Probleme, diese vollkommen unterschiedlichen Anforderungen
zu verstehen bzw. diese im Rahmen der geplanten Aktionen ausreichend
zu berücksichtigen.
Vorsicht! Konsumenten haben eine Stimme! Und im Internet wird diese
gehört!
Einer der Hauptunterschiede besteht darin, dass Konsumenten nicht länger
zum Stillschweigen verdammt sind. Dank des Internet haben sie schlagartig
eine Stimme, der Gehör geschenkt wird. Dies hat das Kräfteverhältnis
zwischen Unternehmen und Verbrauchern erheblich verschoben. Denken
Sie an all die nervigen und langweiligen Werbespots, die in den letzten
Jahrzehnten den heimischen Fernseher verstopft haben. Hätten Sie
nicht auch oft gerne Ihren Fernseher aus dem Fenster geworfen und diesen
anschließend den werbetreibenden Unternehmen in Rechnung gestellt?
Bis vor einigen Jahren waren den Verbrauchern in der Regel die Hände
gebunden. Im Internetzeitalter "schlagen" sie zurück.
Fühlen sich Internetnutzer von einer Online Werbung belästigt
treten sie in Aktion. Sie fangen an sich untereinander auszutauschen,
sei es per eMail, in Foren, Weblogs oder einem Chat. Vergleichbare
Nachrichten verbreiten sich in Windeseile und werden auch von unbeteiligten
und unbekannten Dritten gelesen. Wobei sowohl Inhalt als auch Tonart
dieser "Propaganda" sicherlich nicht im Interesse des werbetreibenden
Unternehmens ist.
Denken Sie beispielsweise an die neueste Generation der Java Pop-Up
Werbeanzeigen. Diese können für einen bestimmten Zeitraum
nicht geschlossen werden. Sie sollten einen guten Grund bzw. eine gute
Werbebotschaft haben, um die Nutzer mit vergleichbaren Anzeigen von
den gewünschten Inhalten abzuhalten. Ansonsten werden Sie diese
verärgern.
Der Austausch zwischen Verbrauchern im Internet beschränkt sich
jedoch keineswegs nur auf Werbung – egal ob online oder offline.
Selbstverständlich sprechen sie auch über die Produkte selbst.
Hierbei gilt die alte Faustregel, dass Menschen gewöhnlich nur
vereinzelt über positive Erfahrungen berichten. Schlechte Erfahrungen
mit einem Produkt werden hingegen breit gefächert weitergegeben.
Früher hatten Verbraucher nur eingeschränkte Möglichkeiten
für eine Beschwerde. Sie konnten sich mit Freunden und Bekannten
austauschen oder die Kundenhotline anrufen. Heute müssen sie lediglich
zu ihrem Computer gehen, um ein entsprechendes Forum zu finden und
sich mit dem Rest der Welt auszutauschen.
Verbraucher können heute Produkte bewerten, Empfehlungen schreiben
oder Produkte im Internet vergleichen. Sie können nicht länger
mit versteckten Kosten oder dem berühmten "Kleingedruckten"
hinter das Licht geführt werden – zumindest nicht über
einen längeren Zeitraum. Kunden tauschen sich über vergleichbare
Erfahrungen aus, erhalten Handlungsempfehlungen anderer Nutzer und
weitere Hilfestellungen, was zu tun ist. All dies ohne Kontrolle der
Unternehmen.
Klingt erschreckend? Keineswegs. Denn dies bietet nicht nur Nachteile,
sondern richtig eingesetzt weit reichende Möglichkeiten für
zeitgemäßes und vor allem effizientes Marketing.
Ein erfahrener Online-Marketier wird Ihnen den richtigen Weg weisen.
Er wird Ihnen zeigen, wie Sie mit Ihren Kunden zusammenarbeiten können.
Wie Sie proaktiv mit Ihnen sprechen, bevor sie die Stimme gegen Ihr
Unternehmen erheben. Er wird Ihnen helfen bestehende Kunden dazu zu "erziehen" ihre
positiven Erfahrungen mit möglichen zukünftigen Kunden zu
teilen.
Diese positiven Erfahrungsberichte und Bewertungen unabhängiger
Dritter sind im Internetzeitalter oftmals mehr Wert als die Wirkung
sämtlicher klassischen Marketingbemühungen.
Wir hoffen, dieser Artikel hat Ihnen den Weg zum erfolgreichen Online
Marketing geebnet und einige wertvolle Denkanstöße geliefert.
Für eine erfolgreiche Online Kampagne braucht es einfach mehr,
als ein kreatives Werbebanner. Sie erfordert eine umfangreiche strategische
Planung und somit auch mehr Zeit - jedoch nicht unbedingt mehr Budget.
Unter dem Strich zahlt sich eine gut geplante und erfolgreich umgesetzte
Kampagne jedoch in vielerlei Hinsicht aus.
Wir raten Ihnen mit einem erfahrenen Spezialisten zu sprechen, bevor
Sie mit der Planung und Umsetzung einer vergleichbaren Online Marketing
Kampagne beginnen. Wenn sich diese Agentur auf das Vorschlagen von
Banneranzeigen und Pay Per Click Kampagnen beschränkt, sollten
Sie sich nach einem "wahren" Spezialisten umsehen, der
die gesamte Bandbreite der zeitgemäßen Online Marketing
Klaviatur beherrscht.
Google, Google – und noch mal Google…
Die führende Suchmaschine Google versteht es, immer wieder neu
für Aufsehen zu sorgen. Nach dem Börsengang im vergangenen
Jahr, der Einführung der Preissuchmaschine Froogle und der Ankündigung
einer Suchmaschine für Bücher hat das Unternehmen dem Wettbewerb
erneut ein Schnäppchen geschlagen.
Zum Jahresauftakt wurde die akademische Suchmaschine scholar.google.com
veröffentlicht, welche die Recherche nach wissenschaftlichen Themen
erleichtern. Bisher ist jedoch lediglich eine englischsprachige Beta
Version des neuen Service online.
Im Rahmen einer Suchanfrage stellt der Mechanismus eine Auswahl entsprechender
Fachliteratur inklusive Autoren und Erscheinungsdatum bereit. Weiterführende
Links verweisen auf eine "Library Search" oder "Web
Search".
Entsprechende Hinweise könne zwar bereits über die klassische
Oberfläche recherchiert werden. Dies ist jedoch wesentlich umständlicher,
da eine Vielzahl anderer Einträge den Zugang zu der gewünschten
Fachliteratur erschwert.
Derzeit werden bei dem neuen Service noch keine Google Adwords eingeblendet.
Dies kann sich jedoch schnell ändern. Aufgrund der speziellen
Besuchergruppe ist dieser Anzeigenbereich für werbetreibende Unternehmen
schließlich besonders interessant.
Der 5 Fragentest: "Wie steht es um Ihr Marketing?"
conceptbakery hat
einen Wizzard entwickelt, der in 5 einfachen Schritten das Marketing
eines Unternehmens im Hinblick auf aktuelle Trendthemen analysiert.
Neben einer Stellungnahme zu den einzelnen Antworten erhält der
Nutzer zum Abschluss eine Handlungsempfehlung, die auf der Auswertung
seiner Angaben basiert.
Bei der Auswahl der Fragen haben wir uns jedoch nicht nur auf eigene
Erfahrungen verlassen, sondern teilweise auch Kernaussagen unterschiedlicher
Bücher eingebunden die aktuelle Marketingfragen behandeln (siehe
auch Kapitel "Marketingtrends aus der Fachliteratur").
Diese reichen beispielsweise von "Buzz (Autoren: Marian Salzman,
Ira Matathia, Ann o`Reilly)", über "Gonzo Marketing
(Autor: Christopher Locke)" und "Purple Cow (Auto: Seth
Godin)" bis hin zu "Your marketing sucks (Autor: Mark Stevens)".
Mit diesem leicht zu bedienenden Werkzeug wollen wir Ihnen interessante
und hilfreiche Denkanstöße liefern, die eigenen Marketingaktivitäten
kritisch zu hinterfragen. Wobei die Stellungnahmen zu den einzelnen
Antworten nicht nur einen lehrreichen, sondern teilweise durchaus auch
unterhaltsamen Charakter haben.
Sie finden den Fragen Wizzard unter der Adresse www.marketingtest.de.
Guerilla Marketing Kongress 2005 in Köln
Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr findet am 11. März
der zweite Guerilla Marketing Kongress in Köln statt.
Im Gegensatz zu der ersten Veranstaltung im Jahr 2004 erhalten die
Teilnehmer im Rahmen unterschiedlicher Fachvorträge diesmal nicht
nur wertvolles Guerilla Know How. Verschiedene Anbieter sind zusätzlich
mit einem Messestand vertreten und stehen Besuchern im persönlichen
Gespräch vor Ort Rede und Antwort.
Auch die Qualität der Fachvorträge ist im Vergleich zum Vorjahr
weiter gestiegen. Neben einigen Unternehmen, die bereits auf der Veranstaltung
im vergangenen Jahr vertreten waren, berichten diesmal auch namhafte
Markenunternehmen von ihren Erfahrungen aus dem Bereich Guerilla Marketing.
Die Keynote zu dem Thema "Auf Abwegen zum Erfolg" wird
beispielsweise von Herrn Christoph Berdi, Chefredakteur der Zeitschrift
Absatzwirtschaft, gehalten. Außerdem ist die Agentur Leo Burnett
mit dem Thema "Ansätze zur Bewertung und Planbarkeit von
Guerilla Aktionen" vertreten.
Als Wiederholungstäter treten einige führende Unternehmen
der deutschen Guerilla Szene in Erscheinung. So sprechen die Herren
Thomas Zorbach und Michael Zerr, Geschäftsführer der VM People
(www.vm-people.de) über "Wer hat Angst vorm Viralen Marketing".
Auch Felix Holzapfel, Managing Partner Germany von conceptbakery (Deutschland)
(www.conceptbakery.de) ist wieder mit einem Vortrag vertreten. Dieser
widmet sich dem Thema "Guerilla Marketing goes Mobile" – ein
Bereich, der als einer der zukünftigen Hoffnungsträger der
Werbebranche gilt.
Dank des vielfältigen Programms und hochkarätiger Referenten
verspricht der Guerilla Marketing Kongress 2005 den Erfolg des vergangenen
Jahres noch zu übertreffen. Auch die verhältnismäßig
geringe Teilnahmegebühr von 99,- Euro für Frühbucher
und 149,- Euro nach dem 14. Februar trägt ihren Teil dazu bei.
Die Veranstalter, Guerilla Marketing Portal (www.guerilla-marketing-portal.de)
und Köln Institut (www.koeln-institut.de), wollen mit diesem Kongress
nicht nur die Aufmerksamkeit gegenüber dem Thema Guerilla Marketing
weiter erhöhen, sondern auch einen zentralen Branchentreffpunkt
schaffen.
Weitere Informationen zu dem Guerilla Marketing Kongress erhalten Sie
im Internet unter www.guerilla-marketing-portal.de.
Marketingtrends aus der Fachliteratur
Was wir Ihnen über Marketingtrends berichten ist schön und
gut… Aber was sagt die sonstige Fachwelt?
Für die Beantwortung dieser Frage möchten wir Ihnen einige
Marketingtrends anhand aktueller Fachliteratur veranschaulichen. Daher
enthält diese in unserem Trendletter neuartige Rubrik einen Überblick
verschiedener Bücher, eine kurze Zusammenfassung des Inhalts und
einige der Kernaussagen.
"Buzz" von Marian Salzman, Ira Matathia, Ann o`Reilly
Zusammenfassung: Buzz steht für Marketing, das über Mund
zu Mund Propaganda verbreitet wird. Die Autoren zeigen auf, warum diese
Form des Marketings so erfolgreich ist und wie sie funktioniert. Welcher
Verbrauchertyp sollte wann und wie angesprochen werden? Wie verbreitet
sich eine solche Werbebotschaft. Außerdem werden anhand praktischer
Beispiele verschiedene Kriterien beschrieben, die erfolgreiches "Buzz
Marketing" auszeichnen.
Ein Auszug interessanter Kernaussagen:
1. Im Rahmen einer Umfrage gaben 36 % der Teilnehmer an bei einer Kaufentscheidung
auf die Empfehlung eines Freundes oder Kollegen zu vertrauen. Der Wert
für das Fernsehen lag bei 4% und bei Artikeln oder Anzeigen in
Fachmagazinen bei 15%.
2. Die Mehrheit der Entscheider (hauptsächlich CEOs oder CIOs)
verlassen sich auf Empfehlungen Dritter, wie z.B. Kollegen, Berater
oder die Familie.
3. Die Kunst besteht also nicht unbedingt darin die breite Masse, sondern
die "Empfehler" zu erreichen. Dabei muss eine Werbebotschaft
nicht die Mehrheit der Verbraucher "anschreien"
sondern lediglich die richtigen Personen "anflüstern".
4. Laut einer Umfrage wünschen sich 81% der Unternehmen ein Zusammenspiel
ihrer unterschiedlichen Marketingaktivitäten
– aber nur 16% denken, dass sie dieses Ziel bereits erfolgreich
erreicht haben.
5. Richtig eingesetzt können sich Marketiers darauf verlassen,
dass eine Werbebotschaft, die per Buzz Marketing verbreitet wird, nach
einem erfolgreichen Auftakt auch in der Berichterstattung anderer Medien
aufgegriffen und die Wirkung erheblich gesteigert wird.
6. Egal ob man nach einem neuen Auto, einem Staubsauger oder einer
CD Ausschau hält, man findet Leute im Internet die einem gerne
Ihre Erfahrungen mit diesen Produkten mitteilen.
7. Der durchschnittliche Verbraucher wird mit 3.000 Werbebotschaften
pro Woche überschüttet. Daher erfordert "die Realität"
immer mehr kreative und radikalere Lösungen.
8. Inzwischen werden 67% der amerikanischen Verbraucher von persönlichen
Empfehlungen beeinflusst.
9. Der Verlauf einer Buzz Marketing Kampagne kann nur schwer nachvollzogen
werden. Dennoch ist es möglich gewisse Schlüsselmomente und
Hauptverteiler zu identifizieren.
10. Man sollte sich bewusst machen, dass beispielsweise 30 Mio. der
Zuschauer eines erfolgreichen Films von 3 Mio. Menschen beeinflusst
werden, die wiederum von lediglich 3.000 Menschen beeinflusst werden.
11. Mund zu Mund Propaganda beginnt wenn Ideen Einfluss auf das Privatleben,
die Familie, Freunde oder eine Partnerschaft haben, wenn Ideen Einfluss
auf das Berufsleben haben, wenn Leute Zugang zu exklusiven Informationen,
Produkten oder Services erhalten, wenn Sie einmalige Sachen erlebt
haben, wenn etwas unerwartetes oder schockendes passiert. Konversation
(interessante Geschichten) hat einen sehr hohen Stellenwert in sozialen
Netzwerken.
12. Die richtige Zeit für eine Buzz Marketing Werbebotschaft ist
ein kleines Fenster mit großen Möglichkeiten. Ist es erst
einmal geschlossen bleibt es dies vielleicht für immer.
"Purple Cow” von Seth Godin
Zusammenfassung: Das Buch "Purple Cow” behandelt Kriterien,
die heutzutage ein erfolgreiches Produkt auszeichnen. Diese Produkte
werden als Purple Cow bezeichnet. Sie erregen die erforderliche Aufmerksamkeit
auf Seiten der Konsumenten, die scheinbar bereits wunschlos glücklich
sind und gleichzeitig abstumpfen da sie mit einer Vielzahl von Werbebotschaften
und neuen Produkten überschwemmt werden.
Ein Auszug interessanter Kernaussagen:
1. Verbraucher der Post-Konsum-Ära haben alles was sie brauchen,
sind genügsam in ihren Ansprüchen und haben keine Zeit neue
Produkte auszukundschaften.
2. Wenn sie ein bemerkenswertes Unternehmen werden wollen müssen
sie sich damit abfinden, dass manche Leute sie nicht leiden können.
Das gehört zum Bemerkenswertsein dazu.
3. Wer sich auf einem Rummelplatz nicht von der Masse abhebt geht darin
unter.
4. Viele Unternehmen der Dotcom-Ära gaben zu viel Geld für
den Massenabsatz aus. Diese breit gefächerten Werbekampagnen kamen
jedoch viel zu früh. Die Unternehmen waren bereits wieder verschwunden
bevor sich die Idee durchsetzen konnte.
5. Ausgefallen gestaltete Produkte schreien gerade zu danach, Freunde
und Bekannten gezeigt zu werden, was Verbraucher oftmals mit Begeisterung
praktizieren.
"Your marketing sucks" von Mark Stevens
Zusammenfassung: Das Buch "Your marketing sucks” beschreibt,
warum viele Unternehmen unnötig Geld ausgeben und dabei das gewünschte
Ziel verfehlen – die Steigerung der Umsätze. Der Autor bricht
dies auf die einfache und alt bekannte Formel herunter, dass jeder
Dollar, der in Marketing investiert wird, mehr als einen Dollar Gewinn
erzielen muss. Die Lösung liegt laut Mark Stevens im "Exrem
Marketing". Dabei werden sämtliche Marketingaktivitäten
kritisch hinterfragt und Alternativen bzw. Einsatzmöglichkeiten
beschrieben, die einen höchst möglichen Return on Investment
versprechen.
Ein Auszug interessanter Kernaussagen:
1. Erst das Budget festlegen und dann die Ziele ist ein nahezu sicherer
Weg zu einem Marketingplan, der Geld aus dem Fenster wirft –
sprich "Marketing that sucks".
2. Der Grund das "Marketing sucks" liegt oftmals darin,
dass es nicht genug Zeit hat zu wirken. Kampagnen, die Ihren Wert sofort
unter Beweis stellen müssen, da sie ansonsten durch andere Maßnahmen
ersetzt werden, verändern nichts –
außer noch mehr Geld zu verschwenden.
3. Jeder Euro, den Sie in Marketing investieren sollte nicht nur mindestens
einen Euro Erlös einbringen, sondern auch die Wirkung Ihrer sämtlichen
sonstigen Marketingaktivitäten erhöhen. Wenn Sie zum Beispiel
einen Fachbeitrag in einer Zeitschrift platziert haben und gleichzeitig
eine Anzeige schalten befruchten sich die Maßnahmen gegenseitig.
4. Konsumenten wissen, dass jedes Unternehmen eine Anzeige schalten
kann. Um jedoch im redaktionellen Umfeld zu erscheinen muss es sich
um ein "außergewöhnliches" Unternehmen handeln.
5. Der Ansatz Interessenten – unabhängig in welchem Medium
sie angesprochen werden – auf die Website zu lenken bietet viele
Vorteile, z.B. Möglichkeiten zur Kostensenkung oder das Sammeln
von Benutzerdaten für Folgeaktionen.
6. Man sollte nicht nur eine Maßnahme im Bereich einsetzen und
sich beispielsweise lediglich auf PR konzentrieren. Dieses Vorgehen
funktioniert "in der realen Welt" nicht! Nur das richtige
Zusammenspiel unterschiedlicher Maßnahmen führt zu einem
durchschlagenden Erfolg.


