Nokia N97 - Der schlechteste PreLaunch aller Zeiten…

Juni 18th, 2009

Hier mal wieder etwas aus dem Kaum zu Glauben aber Wahr Nähkästchen… Bei der Vorfreude auf das neue iPhone bin ich vor ein paar Tagen auch über das neue Nokia N97 gestolpert. Ein bisschen herumgestöbert und siehe da… Product PreLaunch am 18. Juni in jeweils einem Nokia Store in vier deutschen Städten. Darunter auch Köln.

Ich denke mir. Wow. Höhere Gewalt. Ein Zeichen. Denn genau an dem Nachmittag bin ich nach einem Termin hier in Köln mit meinem Bruder in der Stadt, der gerade aus den USA hier ist. Geht ja schließlich schlecht, dass der in fast 3 Wochen Deutschland nur die Autobahn und unser oder irgendein Kunden Büro sieht.

Lange Rede, kurzer Sinn… Wir bestens gelaunt, voller Tatendrang, Shoppinglaune und Vorfreude auf das neue Nokia, dem wir zumindest mal eine Chance geben wollten. Und dann?

Wir kommen auf den Nokia Store zu. Davor zahlreiche Promoter, die wohl eine Art Demo und/oder Willkommensparty für das neue Telefon schmeissen sollten. Mit verschiedenen Transparenten, Umhängeschildern, usw. Nur schade, dass diese keine Vorfreude und Begeisterung sondern eher pure Langeweile versprühten, auf dem Bürgersteig saßen, eine Zigarette rauchten oder miteinander quatschten anstatt die vorbeilaufenden Passanten zu unterhalten, anzusprechen, einzubinden oder whatever…

Man könnte jetzt denken… OK… Wir waren erst um 17.30 Uhr da und die haben den ganzen Tag schon Kette gegeben und sich ausgepowert. Selbst wenn wäre mir das zwar egal gewesen, weil es meinen Eindruck nicht verändert hätte. Aber laut Internet Ankündigung ging die ganze Schose um 17 Uhr los. Sprich so ausgepowert wie die schienen müssten sie in der halben Stunde schon ordentlich Gas gegeben haben;) Und nein… Das war auch nur kein schlechter Augenblick indem wir die Aktion erwischt haben. Wir sind ca. eine Stunde später noch einmal an dem Nokia Store vorbeigekommen und da hat sich uns immer noch das gleiche Bild geboten.

Hier mal ein paar „Beweisfotos“:

promoter1

promoter2

Aber egal… Wir waren ja nicht wegen den Promotern da, sondern wegen dem neuen Telefon. Also über einen kleinen Pseudo Roten Teppich rein in den Laden marschiert. Voller Tatendrang das neuste finnische Wunderwerk der Technik in den Händen zu halten, damit herumzuspielen und zu sehen, wie die Schweden dem Telefon-Äpfelchen die Butter vom Brot nehmen möchten.

Aber denkste… Wir dachten erst wir schielen oder sind irgendwie bi der versteckten Kamera gelandet und man will uns veräppeln. Aber auch beim mehrmaligen Nachfragen wurde uns bestätigt, dass tatsächlich EIN EINZIGES Telefon da war! Um da sich zwar einige Leute geschart haben. Die sich jedoch alle nur ärgerten. Denn es gab tatsächlich eben nur ein einziges Telefon, so dass obwohl der Laden jetzt alles andere als überfüllt war nur wenige in den Genuss kamen damit mal wirklich herumspielen zu können, weshalb man ja eigentlich da war. Sprich die Leute kamen mit Vorfreude in den Laden, wurden dann enttäuscht und waren bereits wieder draußen bevor sie nur ansatzweise in die Nähe des neuen Telefons kamen.

Die meiste Zeit wurde es von einem Nokia Mitarbeiter gehalten der demonstrierte, was man damit so alles machen kann. Das allerdings leider auch eher schlecht als recht. Und eigentlich unwichtig, aber trotzdem irgendwie unglücklich, wenn der Vorführende recht ungepflegte, leicht angekaute Fingernägel hat, während man gezwungenermaßen darauf schaut, wenn er damit auf dem Touch Screen hantiert.

Auch hier noch ein paar Beweisfotos… Keine Sorge nicht von den Fingernägeln, sondern von dem EINZIGEN Nokia N97 weit und breit:

nokia-phone

nokia-phone2

Unter dem Strich… Ein echtes Fiasko! Ich war schon bei dem Deutschland iPhone Launch, der ja ebenfalls in Köln war, ein wenig enttäuscht bzw. hatte mir bei einem solch wichtigen Termin mehr versprochen. Aber das hat Nokia heute mit Leichtigkeit unterboten… Wir wussten wirklich nicht, ob wir lachen oder weinen sollten. Wir haben uns dann zwar für ersteres entschieden, aber ich denke dem Blogpost hier kann man zwischen den Zeilen durchaus entnehmen, dass es ohne weiteres auch auf Zweiteres hätte hinauslaufen können.

Hier mal ein paar Vorschläge bzw. Tipps an Nokia für den nächsten PreLaunch:
:: Eure Kunden/Fans haben viel zu lange darauf warten müssen, dass Ihr endlich ein einigermaßen konkurrenzfähiges Telefon auf den Markt bringt, das zumindest ansatzweise mit einem iPhone, Google T1, usw. mithalten kann. Dann gebt Euch dabei bitte ein Quäntchen mehr Mühe und kommt mit etwas anderem um die Ecke als die Standard 0815 Masche.

:: Das heisst jetzt nicht mal unbedingt viel mehr Geld in die Hand nehmen, sondern einfach etwas mehr Kreativität und vor allem Leidenschaft investieren.

:: Außerdem… Packt keine 50 gelangweilte, sondern eher 10 motivierte Promoter vor den Laden.

:: Das Geld, das Ihr dabei spart investiert Ihr in zahlreiche weitere Telefone, damit JEDER der Euer Produkt in die Hände nehmen möchte, das auch OHNE all zu langes Warten machen kann.

:: Und ruft am besten vorher die Nummer 0221-946416-20 an und lasst Euch zu einem Herrn Holzapfel durchstellen (das bin ich;). Gemeinsam mit seinem Team gibt der Euch dann vielleicht noch ein paar weitere Tipps und entwickelt Ideen, wie man so einen Pre Launch zelebriert anstatt ihn zu vergeigen;) Ich, weiss… Damit nehm ich die Klappe ganz schon voll (wer den Blog hier regelmäßig liest weiss, dass wir normalerweise eher positiv schreiben und glaube ich bisher noch keinen vergleichbaren Verriss einer Aktion wie das hier verfasst haben)… Aber die Veranstaltung heute hätte selbst jeder ansatzweise patente Student oder Praktikant besser organisiert…


Fazit: Sechs setzen. Und man kann Nokia nur wünschen, dass der Launch in den anderen Städten besser gelaufen ist und das Produkt um Sphären besser ist als dieser wirklich unterirdische Start hier in Köln. 



PS: Vielleicht ist es morgen auch schon nicht mehr ganz so schlimm. Aber heute war ich echt enttäuscht, weil ich mich wirklich auf das neue Nokia gefreut habe. Ich hoffe, dass ich mich im Ton nicht all zu sehr vergriffen habe. Aber der Dampf musste einfach raus;)

PPS @nokia: Ich bin mir nicht sicher, ob mein Schmerz und meine Enttäuschung gelindert würde, wenn ihr mir ein Nokia N97 schickt/schenkt, damit ich endlich mal in den Genuss komme damit rumspielen zu können. Aber ihr könnt es gerne einmal ausprobieren;)

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„Marketing Begriffsdschungel“ - Unsinn, Standard, oder was?

Mai 26th, 2009

Twitter Marketing ist Unsinn. Es sei denn, man ist Twitter.“ heisst der Beitrag von Martin Oetting der mich eigentlich „nur“ zu einem Kommentar verleitete. Als ich dann aber gemerkt habe, dass ich keinen Kommentar, sondern eher einen Roman schreibe dachte ich mir das Ganze einfach als eigenständigen Beitrag hier in unserem Blog zu posten;-)

Stein des Anstoßes…
Worum geht‘s? Es hat sich inzwischen eingebürgert den Kommunikationskanal mit einem Marketing zu versehen und als eigenständige Gattung zu bezeichnen. Beispiele: Online Marketing, Mobile Marketing, Direct Marketing, usw. Oder noch eine Stufe spezieller… Eben auch Facebook Marketing, Twitter Marketing, usw.

Per Definition bezeichnet „Marketing“ eigentlich/ursprünglich den ganzheitlichen Ansatz, sein Produkt erfolgreich am Markt zu platzieren. Demnach würde jemand der Mobile Marketing betreibt letztendlich „Mobile“ vermarkten. Das würde man dann aber eigentlich eher als „Auto Marketing“ bezeichnen. Wobei dies nun nicht meint, Werbeflächen auf Autos zu vermarkten, sondern eben Autos als Produkt an sich. Twitter Marketing betreibt nach dieser Definition eben nur das Unternehmen Twitter. Nicht aber Werbetreibende die auf dieser Plattform aktiv sind.

Generell kann man leider all zu oft beobachten, dass die Konzentration auf einen Kanal den Blick auf das Große Ganze verstellt. Sprich man sollte sich erst Gedanken über seine Ziele machen und erst dann auf die Kanäle konzentrieren.

Unsere Meinung/Erfahrung/Gedanken…
Soweit Martins Beitrag/Meinung/Erfahrung zu dem Thema. Ab hier kommt nun unsere;)

Agentur vs. Kunden Brille…
Wir bevorzugen bei vielen Dingen unseres täglichen Geschäfts beispielsweise den Begriff “Alternative Marketingstrategien”. Und das zum Teil aus ähnlichen Gründen wie Martin sie beschreibt (hinzu kommt bei uns noch, dass wir damit dem Trend entgegenwirken möchten, dass unzählige neue Begriffe im Bereich alternatives Marketing entstehen, die letztendlich weniger helfen, sondern eher verwirren, weil sie letztendlich auf das Gleiche hinauslaufen und die Differenzierung zu bestehenden Begriffen unserer Meinung nach oft einfach zu gering ist als dass ein eigener/neuer Begriff gerechtfertigt wäre >> das gleiche gilt aber auch für viele andere Marketing Disziplinen). Nämlich dass die Unternehmen die zu uns kommen in der Regel primär ungewöhnliche Ideen, Aufmerksamkeit, Gesprächsstoff rund um ihre Marke, usw. wünschen. Und das eben über “alternative” Kanäle abseits der “platt getrampelten Werbeautobahn”. Welche Kanäle das letztendlich sind ist für uns dabei erst mal sekundär.

Für den Kunden zumindest auf den ersten Blick in der Regel scheinbar nicht. Denn diese suchen bzw. fragen beim ersten Kontakt nahezu durchgehend eher nach Begriffen wie Guerilla, Viral, Web 2.0 oder Social Media. Die Liste liesse sich auch um Online, Facebook, Twitter, Usw. Marketing erweitern. Wenn man dann allerdings erst einmal darüber spricht verändern sich oft auch beim Kunden die Kanäle bzw. treten in den Hintergrund.

Mitspielen oder hinten anstellen…
Insbesondere zu Beginn kommt man um diese Begriffe jedoch oftmals einfach nicht herum, wenn man…
a) nicht am Kunden vorbeireden will…
b) evtl. auch bei der ein oder anderen Suchanfrage bei Google gefunden werden möchte…
c) hat der Kunde sich unter Umständen auch schon Gedanken zu seinen Zielen gemacht und weiss schon genau warum er einen bestimmten Kanal bedienen mag (denn das ein oder andere Unternehmen bzw. auch die ein oder andere betreuende Agentur ist evtl. gar nicht so planlos und dumm wie viele Marketer gerne glauben;) …
d) waschen „wir Werber“ unsere Hände dabei auch nicht in Unschuld, denn gewöhnlich sind wir es die diese Begriffe prägen und bestimmte Kanäle übermäßig hypen (siehe aktuell Twitter >> um jeglichen Missverständnissen vorzubeugen >> wir sind auch große Twitter Fans >> aber es ist eben auch keine „Eiermilchlegende-Allzweckwaffe“ wie es so manch einer predigt)…
e) …

Unter dem Strich… Unsitte oder Standard?
Einerseits finde ich den Gedanken das Kind auch tatsächlich bei seinem echten Namen zu nennen sehr gut. Zumindest bis zu einem gewissen Grad. Denn andererseits ist dies so leider oftmals nur schwer bis kaum umsetzbar. Denn die Unsitte einfach ein “Marketing” an den entsprechenden Kanal dran zu hängen hat sich bereits so fest eingebürgert hat, dass es schon fast keine “Unsitte”, sondern wohl schon eher “Standard” ist.

Mal ganz von der wortwörtlichen Definition abgesehen… Oftmals macht es halt auch einfach Sinn. Denn was sollte ein Unternehmen denn beispielsweise in Google als Suchbegriff eingeben, wenn er eine Agentur sucht die eine Kampagne auf Facebook oder Twitter umsetzen soll? Klar kann er dann auch „Facebook Agentur“ eingeben. Was „per Definition“ begrifflich aber genauso falsch wäre;) Doch in beiden Fällen weiss eigentlich jeder was gemeint ist. Und das ist denke ich letztendlich die Hauptsache.

Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage…
Damit kommen wir dann auch schon zu meinem abschließenden Gedanken… Es lässt sich drehen und wenden wie man möchte… Zu guter letzt läuft es auf folgende Grundregel hinaus: Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage. Und nicht andersherum. Sprich man kann bestimmte mehr oder weniger sinnvolle Begriffe zwar be- oder auch verurteilen, aber sich kaum dagegen wehren wenn man nicht nur zuschauen möchte. Mal ganz davon abgesehen, dass wir die Nachfrage sogar selber schaffen;-)

Nichtsdestotrotz würde auch ich mir wünschen, dass irgendwann noch eine Besserung im “Marketing Begriffsdschungel” einkehrt und man sich auf jene Begriffe konzentriert, die wirklich sinnvoll sind und nicht immer wieder versucht alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen. Naiv… Ich weiss;)

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Informationsfluss im Web 2.0 & Coole iPhone Applikation

Mai 22nd, 2009

Dieses ominöse Web 2.0… Auch wenn wir es in unserer „Social Media Mischpoke“ all zu oft nicht wahr haben wollen ist das für viele Menschen immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Daher möchte ich zum Auftakt dieses Beitrages, der sich eigentlich um eine iPhone Applikation dreht, einfach einmal beschreiben, wie ich auf diese Meldung aufmerksam geworden bin. Denn das veranschaulicht denke ich ganz gute wie der Informationsfluss im Web 2.0 funktioniert.

Step #1: Ein Blogbeitrag auf Werbeblogger.de

Markus Roder hat gestern einen Beitrag Namens „So einfach kann es sein“ im Weblog Werbeblogger.de veröffentlicht. In diesem beschreibt er eine iPhone Applikation auf die ich später noch eingehe.

Step #2: Martin kommt ins Spiel
Martin Oetting (Betreiber des Weblogs connectedmarketing.de) liest den Beitrag und findet ihn irgendwie interessant.

Step #3: Twitter betritt die Bühne
Daraufhin verfasst er eine Nachricht auf seinem Twitter Account twitter.com/oetting.

martin_twitter

Step #4: Social Aggregation
Das tolle daran ist, der Beitrag erscheint nun nicht nur auf Twitter, sondern gleichzeitig auch auf facebook. Denn da hat der Martin seinen Twitter Feed eingebunden, so dass alle Nachrichten die er bei Twitter eingibt automatisch auch auf seinem facebook Profil erscheinen (oder zumindest fast alle, denn die facebook Twitter Applikation verschluckt da auch gerne mal den ein oder anderen Tweet;).

Step #5: Der Beitrag landet in meinem Newsfeed auf facebook
Martin zählt auf facebook zu meinen Kontakten. Wenn er dort also etwas eingibt erscheint dies automatisch auf meiner persönlichen facebook Startseite, wo ich Neuigkeiten aus meinem Netzwerk angezeigt bekomme.

fb-oetting

Step #6: Ich blogge darüber
Ich finde das ganze so interessant, dass der Blogbeitrag hier entsteht.

Step #7: Twitter again
Meine Blogbeiträge werden automatisch auch in meinem Twitter Feed angezeigt.

felix_twitter

Step #8: Facebook again
Und auch ich habe meinen Twitter Feed auf meinem facebook Profil eingebunden. Sprich der Blogbeitrag erscheint automatisch auf Twitter und von dort zusätzlich auf facebook.

felix_fb

Step #9: Der Netzwerk Effekt
Dort wird der Beitrag von meinen Kontakten gelesen. Denn er erscheint dort nach dem Login im Newsfeed (Neues aus meinem Netzwerk) auf der persönlicher Startseite all meiner Kontakte. Und vielleicht schreibt auch dazu jemand einen Kommentar, sei es direkt auf facebook, mit einem Beitrag auf Twitter oder im eigenen Weblog, bewertet die News mit einem simplen Klick, oder, oder, oder. Daraufhin erscheint der Beitrag dann auch in dem Newsfeed sämtlicher Kontakte von meinem Kontakt. Und so weiter…

Fazit: Interessante News + Netzwerk Effekt = Virale Verbreitung

Bei meiner Schilderung hier habe ich bewusst verschiedene zusätzliche Kanäle zur Verteilung von Informationen erst einmal außen vor gelassen habe (z.B. RSS Feeds, Social Bookmarking, Social News, etc.), um das Ganze nicht zu sehr zu verkomplizieren. Sprich das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange;) Dennoch zeigt dieses Beispiel des Informationsfluss im Web 2.0 denke ich auch so bereits ganz gut, wie sich interessante News über die verschiedensten Kanäle verteilen und wie eng diese Kanäle inzwischen miteinander vernetzt sind.

Die iPhone Applikation
Nun aber zum eigentlichen Stein des Anstoßes bzw. Thema dieses Blogbeitrags. Dabei geht es um eine iPhone Applikation der Versicherung Nationwide in den USA über die ich, wie gesagt, dank des Beitrags “So einfach kann es sein…” auf werbeblogger.de gestolpert bin.

Diese bietet einen “ganz einfachen” Mehrwert: Wenn ich einen Autounfall habe hilft mir die Applikation trotz der damit verbundenen Aufregung Schritt für Schritt alle wichtigen Punkte zu beachten, damit die Versicherung den Schaden sauber regulieren kann. Simples Beispiel: Welche Informationen sind zwischen den Beteiligten des Unfalls auszutauschen? Gibt es Zeugen? Usw. Hinzu kommt, dass dank im iPhone integrierten GPS und Kamera der Unfallort als auch der Schaden bestens dokumentiert wird. Im Fall der Fälle kann via Knopfdruck auch die Polizei verständigt werden.

Clever, Clever… Ist es auch die Applikation nicht nur für die eigenen Kunden anzubieten, sondern für jedermann. Wobei Nationwide Kunden natürlich einige Vorteile geniessen. Zum Beispiel automatische Schadensregulierung, soweit erforderlich Bestellung eines Abschleppwagens, usw.

Man könnte sagen: Eigentlich doch nichts besonderes, sondern einfach logisch, dass eine Versicherung eine solche Applikation anbietet. Vollkommen richtig! Das alte Lied des Ei des Kolumbus… Sie sind nun einmal die ersten und bekommen daher die entsprechende bzw. ihnen gebührende Publicity. Sei es in Form von inzwischen mehr als 7.500 Blogbeiträgen (Stand heute >> Gestern waren es laut dem Werbeblogger Beitrag noch mehr als 1.000), diversen Beiträgen in der Presse und hunderttausenden von Treffern bei Google.

Mögliches Zusatzgimmick…
Um die virale Verbreitung zu steigern hätte ich noch eine Idee. Wie wärs wenn man mit der App das Auto eines Freundes fotografieren, ihm eine Beule, einen Kratzer oder ähnliches einbauen und ihm das Bild dann schicken könnte?;) Denn Menschen lieben es anderen Leuten einen Streich zu spielen. Und aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass sich dieses Phänomen auch hervorragend als Motivation in Viral Marketing Kampagnen nutzen lässt, damit die Nutzer auch tatsächlich aktiv zur Verteilung beitragen. Das aber nur mal als kleine Idee am Rande…

24.05.09: Kleiner Nachtrag…
Am Rande… Wie das Leben im Web 2.0 so spielt… Kann ich mich nun über einen weiteren neuen Freund auf facebook freuen. Nämlich über Markus Roder aus “Step #1: Ein Blogbeitrag auf Werbeblogger.de
” (siehe auch Kommentar weiter unten). So klein oder eben auch gut vernetzt ist sie also… “Unsere Web 2.0 Welt”;-)

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Get your PopGasm now!

Mai 21st, 2009

Schon einmal einen PopGasm gehabt? Falls nicht, wird es höchste Zeit seinen Ohren einen „waschechten“ Höhepunkt zu verpassen. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes ;-)

Dank der Finnischen Band Sunrise Avenue ist das neue „Viagra für die Ohren“ ab heute auch hier in Deutschland erhältlich. Zahlreiche wissenschaftliche Tests belegen: Die Leute werden süchtig danach sein! Dafür steht Dr. Haber mit seinem Namen ;-)

Die Rede ist von Sunrise Avenues neuem Album „PopGasm“, für dessen Veröffentlichung zwei virale Spots von moviebakery produziert wurden. Das Besondere bei diesem Projekt: Sänger Samu Haber, bei seinen Fans auch als sein Alter Ego „Dr. Haber“ bekannt, und Bandkollege Riku Rajamaa waren live beim Dreh in einem der Spots als testende Wissenschaftler mit von der Partie. Auch ich durfte das Drehspektakel hautnah mit erleben.

Trotz verdammt engem Zeitfenster zwischen zahlreichen Interviews in Köln und Rückflug nach Finnland haben die Jungs ordentlich vor der Kamera gerockt und waren sich selbst für eine Aufnahme in Deutscher Sprache - inklusive bestem Finnischen Akzent ;) - für ihre Deutschen Fans nicht zu schade. Soviel Einsatz kommt hierzulande offensichtlich bestens an – wie die hohen Viewzahlen und vielfachen Kommentare innerhalb der ersten Tage nach Veröffentlichung der Spots bestätigen. Wir sagen Rock `n` Roll und Bühne frei für den popgastischen Augen- und Ohrenschmaus ;-)

Im Testlabor von Dr. Haber: Sexy Testobjekt bekommt einen PopGasm


Durchgeknallte Typen haben einen PopGasm in der Autowaschanlage


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www.legmichtiefer.com - TÜV Rheinland gibt Gas im Web 2.0

Mai 14th, 2009

Wir hatten bereits Ende letzten Jahres zur Essen Motor Show für den TÜV Rheinland eine Social Media und Web 2.0 Offensive auf Facebook, YouTube, Flickr und Twitter gestartet (siehe auch hier…).

Mit dem Launch der Plattform www.legmichtiefer.com wird dieses Engagement nun konsequent ausgebaut. Das Ziel: Schaffung zahlreicher Mehrwerte für Auto- und Tuningfans.

Neben gewohnten Community Funktionen wie Profile, Votingfunktionen, Messaging, Gewinnspielen & Co. bietet die Plattform zahlreiche neuartige Mehrwerte.

Ein Turbo für den persönlichen YouTube, Flickr und Twitter Feed
Neu ist beispielsweise die Einbindung von Aktivitäten der Community Mitglieder auf anderen Plattformen. Neue Inhalte auf YouTube, Flickr und Twitter können in das eigene Profil eingebunden werden, so dass sie auch dort erscheinen. Und das vollkommen automatisch. Dieses Feature kennt man beispielsweise ja auch schon von facebook, linkedin & Co.

Neu bzw. der Clou hingegen ist Folgendes: Handelt es sich dabei um Inhalte mit dem Schwerpunkt Auto und Tuning können diese wahlweise auch auf der Startseite von legmichtiefer.com angezeigt werden! Sprich mein persönlicher YouTube, Flickr und Twitter Feed erscheint direkt auf der Startseite des Portals und ist dort für jedermann sichtbar.

legmichtiefer.com startseite

Weg von der „anonymen Marke“ hin zum „persönlichen Ansprechpartner/Experten“
Ein zusätzliches Highlight finden die Nutzer in der Rubrik „Experten“, die kontinuierlich weiter ausgebaut werden wird. Hier können sie unverbindlich mit Mitarbeitern und Partnern des TÜV Rheinland fachsimpeln, geplante Umbaumaßnahmen besprechen, uvm. Ein weiterer konsequenter Schritt nicht mehr als anonyme Marke wahrgenommen zu werden, sondern als persönlicher Ansprechpartner, der auf Augenhöhe mit seinen Zielgruppen kommuniziert.

Gruppen-Business as usual
Auto- und Tuningclubs können mit Hilfe der Gruppenfunktion mit wenigen Klicks eine Plattform für ihre Mitglieder aufbauen. Aber auch um einzelne Marken, Modelle, usw. können hier Treffpunkte für Mitglieder der Community geschaffen werden.

Integration in die TÜV Website
Selbstverständlich wird auch die Integration der Web 2.0 Inhalte auf der Website tuv.com weiter verbessert. Die bereits bestehenden Newsfeeds auf der Seite von YouTube, Flickr und Twitter werden nun um weitere Boxen ergänzt. Diese weisen innerhalb der Unternehmenswebsite des TÜV Rheinland direkt auf neue Fahrzeuge und letzte Aktivitäten der Nutzer in der Community hin.

Keine fertige Backmischung, sondern frisch zubereitet
All diese speziellen Anforderungen und Funktionen haben dazu geführt, dass die Community nicht auf Basis von fertigen Open-Source-Modulen wie Drupal oder Plattformen wie ning.com aufgebaut wurde. Stattdessen wurde sie komplett neu programmiert.

Nach monatelanger Konzeption, Umsetzung, schlafloser Nächte bei der Programmierung, dem Testen, usw. freuen wir uns daher heute umso mehr, dass das Baby endlich online geht!

Und natürlich freuen wir uns auch über sämtliche Feedbacks, Anregungen, usw. Also einfach mal www.legmichtiefer.com besuchen, anmelden und ein wenig „herumspielen“.

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Applikationen auf XING - Ein Schritt in die richtige Richtung!

Mai 12th, 2009

Endlich ist es soweit… Mit XING traut sich nun endlich auch ein deutsches Social Network an den Bereich Applikationen heran. Internationale Wettbewerber - insbesondere aus den USA - sind hier schon einen wesentlichen Schritt weiter. Als Trendsetter im Bereich Applications gilt wohl nach wie vor das weltweit erfolgreichste Social Network facebook.com.

Der Platzhirsch im Bereich Applications
Hier können Nutzer bereits seit Jahren kleine Applications nutzen, um ihr Profil aufzuwerten, Kommunikation mit Freunden zu vertiefen, sich ein wenig Zeit mit Spielen, Quiz-Fragen vertreiben, usw. (Siehe auch Blogbeitrag “Facebook - Ein Blick hinter die (Daten) Kulissen“)

Internationale Business Applications
Aber auch das amerikanische Business Network linkedin.com (quasi das internationale XING - oder besser gesagt ist XING das deutsche linkedin;-) bietet bereits seit Ende 2008 Applikationen an. (Siehe auch Blogbeitrag “Applications - Ein Hauch von Facebook auf LinkedIn“)

Business Applications made in Germany
XING bietet nun auch erste Business Applications im deutschsprachigen Raum. Im Folgenden möchte ich kurz zwei dieser Applications vorstellen. Und zwar „XING Mitglieder fragen“ und „XING News“.

Nachdem ich die beiden Applications installiert habe erscheinen sie auf meiner persönlichen XING Startseite (eigentlich weiter unten aber ich habe die Boxen für den Screenshot hier dank Ajax einfach mal ein wenig nach oben gezogen;-)

xing-home-big

Kleine Anmerkung am Rande: Ich denke “Person XYZ hat die Applikation ‘XING-Mitglieder fragen’ hinzugefügt” war in den letzten Tagen eine der häufigsten Statusmeldungen auf XING - zumindest in meinem Netzwerk.

Application #1: XING Mitglieder fragen
Diese Application ermöglicht mir Fragen an andere Mitglieder bzw. meine Kontakte zu stellen und natürlich auch die Fragen anderer zu beantworten. Dies kann von „Wer wird Deutscher Meister“, über „Wer hat Erfahrungswerte mit SEO oder kann mir einen guten Dienstleister empfehlen“, „Wer kennt einen guten Italiener in Köln“ bis hin zu „Was auch immer“ reichen.

xing-fragen-big

Prinzipiell erinnert mich die Application stark an die Funktion „Answers“ von linkedin.com, die dort bereits seit jeher verfügbar ist. Vorteil bei linkedin: Man hat einen größeren Bestand bereits beantworteter Fragen und das Know How ist (meiner Meinung nach) wesentlich internationaler. Denn die „Amtssprache“ auf linkedin ist Englisch und die Mitglieder prinzipiell internationaler ausgerichtet. 
Vorteil bei XING: Man kann sich Fragen mit dem Schwerpunkt Deutschland beantworten lassen. Denn bei einigen Dingen ist eine „lokale Antwort“ wohl wesentlich hilfreicher.

„Lustig am Rande“: Erste Nutzer beschweren sich schon, dass einige Fragen auf Englisch gestellt und beantwortet werden. Und das obwohl XING doch eine „deutsche Plattform“ ist. Ich persönlich halte das für weniger problematisch. Denn Englisch ist nun mal der „kleinste gemeinsame Nenner“ und auch auf XING sind ja nun einmal bei weiten nicht mehr nur Deutsche unterwegs.

Application #2: XING News
Hier bekommt man einen Überblick, welche News die Mitglieder auf XING gerade interessieren. Wobei man dies nach bestimmten Themengebieten filtern oder ausschließlich News aus dem eigenen Netzwerk betrachten kann. Sämtliche News können bewertet und kommentiert werden.

xing-news-big

Fazit - Feine Sache das
Bisher ist die Anzahl der Applications bei XING noch recht überschaubar. Dies wird sich aber mit der Zeit sicher ändern. Ich halte den Schritt für gut und vor allem auch wichtig seine eigene Plattform für externe Entwickler zu öffnen. Bleibt zu hoffen, dass sich auch weitere deutsche Networks dazu entschliessen einen ähnlichen Schritt zu gehen. Denn im internationalen Vergleich sind wir in dem Bereich zumindest bisher leider noch eher ein „Entwicklungsland“. Aber wenn da erst mal auch hierzulande Bewegung reinkommt wird sich das sicher rasch ändern. Sprich unter dem Strich war der Launch von Applications ein kleiner Schritt für XING, aber ein großer für die deutsche Web 2.0 Gemeinde;-)

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“Mehrweg” Kommunikation

April 30th, 2009

Viele Themen in unserer Gesellschaft bedürfen einer speziellen und/oder besonderen Ansprache. Sei es durch Werbung, Marketing & Co. oder „einfach“ auch nur durch Design beziehungsweise Fashion.

So tragen beispielsweise die Shirts der Designer in Pamela Lindgren ihren Teil zum unangenehmes-Thema-auf-ungewöhnliche-Weise-ansprechen dazu. Ihre Shirt und dazugehöriger Schmuck dienen nicht nur als Kleidungsstück oder Accessoire, sondern geben ganz beiläufig Denkanstoß zum Thema Organspende. Unter dem Motto „Recycle me“ gibt der/die Träger/in ein Statement und beiläufig noch den Anreiz sich mit dem Thema auseinanderzusetzen beziehungsweise selbst Stellung, durch Kauf eines der Gegenstände, zu beziehen.

recycle02
Recycle me is a proposal to benefit human organ donation.

Meiner Meinung nach nicht nur schicke Sachen sondern auch gelungener Kanal, um den ein oder die andere zum denken anzuregen. TipTop!

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Brot macht nicht nur satt…

April 23rd, 2009

Sondern auch kreativ. So zumindest der kreative Ansatz des Social-Projektes The Bread Art Project. Gegründet durch die Grain Foods Foundation, soll es das Bewusstsein der Usern, Betrachtern & Co. auf die steigende Hungerproblematik der USA schärfen. Dabei bedient sie sich einer kreativen und unterhaltsamen Site, welche an eine Art Mischung aus Galerie, Museum und Atelier in einem erinnert. Der User wird ganz videospiel-like durch verschiedene Floors geleitet und bekommt neben neuen Erkenntnissen, auch verschiedenste Eindrücke der Ebenen.

Neben lustigen-selber-kreativ-werden, kann man sich ebenfalls die Galerie “most rated & co.” anschauen, bewerten und an Freunde versenden. Die Site beinhaltet nicht nur gängige Web-Zwo-Null-Features, sondern unterstützt auch den sozialen Aspekt und lädt zum spenden ein. Einfach mal sich selbst der “Brot(losen) Kunst” versucht und schon mit 1$ ist man dabei!

Ebenfalls ein netter Beigeschmack beim „krümeln“ auf der Site ist, dass die hier und da erscheinenden Preloader gleichzeitig lehrreiche Kost bieten. So wird man beispielsweise bei dem Weg durch das museumartige Site-Konstrukt ganz beiläufig über die Inhaltsstoffe und Ballaststoffe von Vollkorn-Getreide, nebst sämtlichen Vorteilen und Eigenschaften informiert.

Appetit bekommen… Dann ran ans Brot und “eine Scheibe von abschneiden”.

Lecker… (via)

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Sommerzeit… Reisezeit!

April 17th, 2009

Auch wenn man es gerade nicht glauben mag… Der Sommer steht vor der Tür. Okay, nicht ganz glaubwürdig bei dem Regenwetter… Wobei es gerade mal einen Tag regnet und ganz nach deutscher Sitte regt sich jeder über das immens schlechte Wetter auf;) Nun gut, wie dem auch sei. Bleiben wir beim Thema Sommer und der damit verbundenen Reisezeit.

Wie es bei dem ein und/oder der anderen sicherlich schon mal vorgekommen ist reist man, nachdem man sich wochenlang gut organisiert auf den bevorstehenden Urlaub vorbereitet hat, am Ziel seiner Urlaubsträume an und “schwupps”… Der Koffer ist weg! Meine Horrorvorstellung schlechthin. Da kann der Urlaub so richtig gut beginnen. In den meisten Fällen tauchen die guten Stücke ja wieder mehr oder minder wohlbehalten auf und alles ist gut, aber oftmals ist auch Hopfen und Malz verloren.

Für diese Fälle hat sich ein Unbekannter etwas cleveres einfallen lassen… Unter isthisyourluggage.com finden, wenn sie Glück haben, Suchende ihren Koffer nebst Inhalt wieder. Der Anbieter, welcher bis dato ein Repertoire von fünf Koffern anbietet, fotografiert zunächst die von ihm erworbenen Koffer und widmet sich danach aufopferungsvoll seinem Inhalt. Nicht weniger inszeniert fotografiert er diesen, welcher durch Klick auf den ausgewählten Koffer sichtbar wird.

girls_case

Verrückt!? Auf jeden Fall die Gedanken, welche sich bei mir einschlichen. Wie kommt jemand darauf kommt, Wäsche derart aufzureihen, beziehungsweise was geschah vor der Drapierung;) Egal… Weg mit diesen Gedanken. Was der Initiator des Ganzen dazu zu sagen hat… It’s a little odd but not as odd as stamp collecting, just a little harder to find storage space.

In diesem Sinne;)

(via)

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YouTube - Gewinnzone wo bist bzw. wo bleibst Du???

April 15th, 2009

Selbst vier Jahre nach der Gründung sowie der Übernahme durch Google schreibt das weltweit führende Videoportal youtube.com immer noch tiefrote zahlen.

Laut einer aktuellen Analyse der Investmentbank Credit Suisse setzen sich diese ungefähr wie folgt zusammen:

:: Kosten Datenverkehr pro Jahr ca. 360 Mio. Dollar.
:: Aufwendungen für Rechteinhaber, z.B. von Musikvideos welche auf der Plattform gezeigt werden, 253 Mio. Dollar.
:: Demgegenüber stehen Werbeeinnahmen von 241 Mio. Dollar pro Jahr.
:: Unter dem Strich kommt der Analyst auf ein Minus von ca. 470 Mio. Dollar pro Jahr.

Allein im März 2009 hat der Abruf von Web Videos laut Nielsen um 39% zugelegt. Dabei wird fast jedes zweite im Netz angesehene Video bei YouTube betrachtet. Und trotz dieser marktbeherrschenden Stellung scheint es dem Unternehmen immer noch unglaublich schwer zu fallen diese Nutzerschar zu monetisieren.

Ausweg soll einerseits die engere Verknüpfung mit dem Bereich TV-Werbung bringen. Die Mutter Google ist in diesem Bereich ja bereits seit längerer Zeit aktiv und versucht in diesem Umfeld ein ähnliches Model zu etablieren, wie es Online bereits mit Google AdWords geglückt ist. Somit sollen crossmediale Kampagnen vereinfacht und effizienter gestaltet werden können.

Andererseits wird genau dieses Google AdWords Prinzip im Rahmen einer Pilotphase aktuell auch in den USA auf Videos auf YouTube übertragen. Dabei kann man ein Video unter den dafür relevanten Keywords in den Suchanfragen auf YouTube neben den „natürlichen Video Suchergebnissen“ platzieren.

Mittelfristig könnte sich hierbei als großer Vorteil erweisen, dass diese Suche anders als bei den „klassischen Google AdWords“ auch mit soziodemographischen Daten der registrierten Nutzer verbunden werden könnte, um ein genaueres Targeting zu ermöglichen. Wobei dieser Ansatz bereits seit längerem bei Social Networking Plattformen wie Facebook & Co. möglich ist. Nichtsdestotrotz kämpfen auch die erfolgreichsten Social Networking Plattformen ebenfalls noch damit endlich profitabel zu arbeiten.

Sprich letztendlich scheint man auch mit diesem Model bzw. Mehrwert zumindest bisher mehr oder weniger auf Granit zu beissen.

Eine mögliche Lösung: Entwicklung neuer Modelle. Weg von klassischen CPM, CPC & Co. Ansätzen. Hin zu Maßnahmen, welchen eine stärkere virale Komponente beinhalten. Neben den „eigentlichen Werbeeinnahmnen“ könnten außerdem kostenpflichtige Zusatzservices für weitere Umsätze sorgen. Seien es bessere aber dafür kostenpflichtige Planungstools zur Beobachtung und Initiierung viraler Effekte. Spezielle Weiterbildungs-, Qualifizierungs- und Partnerprogramme. Kostenpflichtige Premium-Accounts für Firmen mit speziellen Mehrwerten. Usw.

Neben den gerade kurz gebrainstormten Ansätzen gäbe es sicherlich zahlreiche weitere Möglichkeiten, wenn die Anbieter sich nur endlich einmal dazu entscheiden könnten, die über die Jahre bzw. teilweise schon fast Jahrzehnte angekrusteten Werbe-Scheuklappen abzulegen und neue Wege zu gehen. Wann es endlich soweit ist? Das kann scheinnbar noch ein wenig dauern, wenn selbst 470 Mio. Dollar Verlust pro Jahr noch keinen ausreichenden Leidensdruck erzeugen;-)

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