April 27th, 2012
In den letzten Wochen häufen sich die Fragen seitens unserer Kunden zu der Plattform Pinterest. Wohl eines DER aktuellen Trend-Themen im Social Web. Daher haben wir die wichtigsten Informationen, wie Zahlen, Daten, Fakten, Beispiele von Kampagnen, etc. in einem kurzen Whitepaper zusammengestellt. Das ganze Dokument kann man sich am Ende des Blog-Beitrags auch noch einmal als PDF herunterladen.
PINTEREST – WAS IST DAS
Pinterest ist eine Social Media Plattform wie Facebook, Google + und Twitter. Im Gegensatz zu anderen Anbietern ist Pinterest ein extrem visueller Social Media Kanal. Im Mittelpunkt stehen ausschließlich Bilder und Videos. Visuelle Fundstücke lassen sich mit wenigen Klicks finden und veröffentlichen. So erhalten Nutzer zahlreiche Inspirationen – leicht verdaulich via simplem Klick.
NUTZUNG UND REICHWEITE – ZAHLEN, DATEN, FAKTEN
- Die Plattform zählt aktuell ca. 12 Millionen aktive Nutzer pro Monat.
Ca. 2,2 Millionen Nutzer besuchen die Seite täglich.
- Laut Ranking-Dienst Alexa liegt Pinterest in den USA auf Platz 16 und in Deutschland auf Rank 63 der meist besuchten Websites (Stand 18.04.12).
- Pinterest generiert bereits mehr Referral-Traffic als YouTube, Google+ und LInkedin zusammen.
- 2011 wählte das TIME Magazine Pinterest zu den “50 besten Websites” des Jahres.
Dies legte den Grundstein für den heutigen Erfolg.
- Laut Hitwise ist Pinterest bereits das dritt größte Social Network in den USA. Nur Facebook und Twitter verfügen über mehr Visits (Pinterest 104 Mio., Twitter 182 Mio., Facebook 7 Mrd.).
- Lt. comscore konnte keine andere Website schneller „10 Millionen Unique Visitor“ gewinnen als Pinterest.
- Ca. 80% der Nutzer sind weiblich und 25 – 54 Jahren alt. Ein Großteil stammt aus den USA.
- In anderen Ländern weichen die demographischen Daten teilweise noch stark ab (z.B. ist der größte Anteil der Nutzer in UK zwischen 25 und 34 Jahre alt und zu 56% männlich).
- Nutzer verbringen durchschnittlich rund 90 Minuten pro Monat auf Pinterest. Zum Vergleich: Auf Facebook sind es 405 Minuten, auf Tumblr 89, auf Twitter 21 und auf Linkedin 17 Minuten.
- Bei der Länge des durchschnittlichen Besuchs liegt Pinterest bereits vor Facebook (YouTube 16,4 Minuten, Pinterest 15,8 Minuten, Facebook 12,1 Minuten, Twitter 3,3 Minuten). Es zeigt sich damit deutlich, dass hier (audio)visuelle Plattformen/Inhalte dominieren.
FUNKTIONEN – WAS MACHEN NUTZER AUF PINTEREST
In sogenannten Boards, ähnlich zu Alben auf Facebook, können Nutzer Themenblöcke für ihre Inhalte anlegen. Diese können von dem Netzwerk kommentiert und geliked werden. Zusätzlich kann der Nutzer, wie bei Twitter, anderen Nutzern folgen und somit immer Einblick über deren neuste Aktivitäten erhalten. Es gibt die Möglichkeit einen Pinterest-Button in der eigenen Toolbar zu installieren. So kann man Inhalte mit einem simplen Klick auf dem eigenen Profil „pinnen“. Ungefähr 80 % der Aktionen der Nutzer sind sogenannte Repins (Weiterempfehlung von Inhalten anderer Nutzer). Dank einer engen Verknüpfung mit Facebook werden gepinnte Inhalte auch auf persönlichen Chroniken und im Newsfeed dargestellt.
UNTERNEHMEN AUF PINTEREST
Die Ansprache auf Pinterest findet fast ausschließlich durch visuelle Inhalte statt. Damit eignet sich die Plattform besonders für Anbieter, die emotional und plakativ werben. Dabei stehen in der Regel folgende Aktivitäten und Ziele im Vordergrund:
- Produkte, Marken und Unternehmen einfach (visuell) erlebbar machen
- Aufbau Reichweite / Gewinnung von Followern
- Veröffentlichung von leicht konsumierbaren und teilbaren Inhalten
- Generierung von Traffic für die eigene Website (Referral Traffic)
- Nutzung von Pinterest als PR-Tool (über First-Mover und coole Kampagnen wird viel berichtet)
In Deutschland sind bisher nur wenige Unternehmen auf Pinterest aktiv. Anders verhält es sich in den USA. Dort sind besonders Unternehmen aus dem Bereich Fashion, Lifestyle, Nahrung, Kochen und Tourismus erfolgreich auf Pinterest vertreten.
Showcases aus den USA:
Showcases aus Deutschland:

KAMPAGNEN AUF PINTEREST – EINIGE BEISPIELE
KIWIKATZE.COM
Nutzer werden dazu aufgefordert, ihr Frühlingsmärchen in Form von Bildern auf Pinterest zu erzählen (Beispiel http://pinterest.com/manutextura/fruhlingsgefuhle-bei-der-kiwikatze/). Hier finden Sie eine detaillierte Spielanleitung: http://kiwikatze.com/info/Facebook-Fotowettbewerb-und-Pinterest-Contest-bei-der-Kiwikatze.html
Fazit: Der Gewinnspiel-Mechanismus wirkt auf den ersten Blick etwas kompliziert. Doch wenn die verschiedenen Schritte klar kommuniziert werden, können kleinere auch kreative Verlosungen durchaus verständlich veranstaltet werden.
PEUGEOT PANAMÀ
Unter http://pinterest.com/peugeotpanama/ werden die Produkte auf eine visuell ansprechende Art und Weise in Form diverser Puzzles dargestellt. Andererseits bietet Peugeot auf Pinterest auch ein Gewinnspiel. Bei den Puzzles fehlen einzelne Teile, die auf der Website und Facebook-Seite von Peugeot versteckt sind. Diese müssen Nutzer auf ihr persönliches Profil auf Pinterest pinnen.
Fazit: Auch dieser Mechanismus erscheint auf den ersten Blick recht kompliziert. Auf den zweiten Blick wirkt die Aktion hingegen extrem cool und stylish. Nicht umsonst zählt diese Kampagne zu den Showcases, über die bisher am meisten berichtet wurde.
KOTEX
Hier wird Pinterest zur gezielten Ansprache von Multiplikatoren genutzt. Diese sind auf neuen Plattformen oftmals überdurchschnittlich stark vertreten. Ausgewählte Nutzer erhielten ein Geschenke-Kit, das auf ihren Interessen beruhte, die auf Pinterest geteilt wurden. Hier finden Sie ein kurzes Video zu der Kampagne: www.youtube.com/watch?v=UVCoM4ao2Tw
Fazit: Bei Blogs ist dieses Vorgehen bereits seit langer Zeit geläufig. Dementsprechend verpufft die Wirkung hier schnell. Anders bei Pinterest. Dort ist diese Form der Ansprache von Multiplikatoren noch relativ neu. Daher sprechen auch die Ergebnisse für sich. Nahezu 100% Response-Quote, 50 Kits versendet, 2.284 Interaktionen erzielt, daraus resultierten 694.853 Impressionen, nahezu 100% der Empfänger veröffentlichten Inhalte zu ihrem Kit, sowohl auf Pinterest, als auch auf Facebook, Twitter & Co.
RECHTLICHES – URHEBERRECHT & CO.
Wie bei anderen Sozialen Netzwerken gibt es auch bei Pinterest einige rechtliche Punkte, die man beachten sollte. Die folgende Liste beansprucht keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt nicht die ggf. erforderliche fachliche Beratung eines Juristen. Sie soll vielmehr einen ersten Eindruck über die wesentlichen rechtlich relevanten Punkte liefern.
- Nutzungsbedingungen: Wie auch bei Facbook, YouTube & Co. gewährt man Pinterest die Nutzung des hochgeladenen bzw. gepinnten Contents zur Bereitstellung auf der Plattform.
- Urheberrecht: Sprich man sollte nur jene Inhalte hochladen oder pinnen bei denen man über die entsprechenden Nutzungsrechte verfügt bzw. keinerlei Rechte von Dritten verletzt.
- Nutzungsrecht für Dritte: Sobald man Inhalte auf Pinterest mit anderen Nutzern teilt, sollte man sich bewusst sein, dass diese Inhalte dann auch von anderen Nutzern weiter verbreitet werden können und in der Regel ja auch verbreitet werden sollen (Stichwort: Repin). Inhalte, bei denen man keine entsprechende Verbreitung wünscht, sollten auch nicht auf Pinterest oder einer anderen Plattform im Social Web veröffentlicht werden.
Fazit: Pinterest steht aktuell oft in der Kritik, da sehr viele Inhalte auf der Plattform hochgeladen und gepinnt werden, bei denen die Nutzer eben nicht über die entsprechenden Rechte verfügen. Wobei dies nicht nur bei Pinterest der Fall ist, sondern für nahezu sämtlichen Plattformen im Social Web, wie auch Facebook, YouTube & Co. gilt. Auch in einem Blog darf man beispielsweise kein Bild verwenden, das von einer anderen Seite stammt, ohne vorher eine entsprechende Erlaubnis eingeholt zu haben. Da hilft auch kein Quellenangabe oder Ähnliches im Umfeld des unrechtmäßig verwendeten Inhaltes. Ausnahmen bilden hierbei unter anderem Inhalte, die einer entsprechenden „Creative Commons Lizenz (kurz CC)“ unterliegen. Solange man als Unternehmen die Nutzungsbedingungen, Urheber- und Nutzungsrechten Dritter beachtet – und das sowohl beim Upload bzw. pinnen eigener Inhalte, als auch beim Repinnen der Inhalte von Dritten – kann man in der Regel problemlos und ungestört auf Plattformen wie Pinterest, Facebook & Co. agieren.
DOWNLOAD WHITEPAPER
Unser “Pinterest Whitepaper” kann man sich unter der folgenden Adresse auch als PDF herunterladen:
www.conceptbakery.de/files/conceptbakery_whitepaper_pinterest_final.pdf
PS: Noch mal DICKES Dankeschön an Tabea und Constanze für die Erstellung des Whitepapers.
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