Die Karneval Marketing Connection…

Februar 28th, 2006 | by FHolzapfel |

Kölner Karneval 2006Der Kölner Karneval 2006 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu… Also höchste Zeit den reichlich vorhandenen Restalkohol im Blut sinnvoll zu nutzen und ein Fazit zu ziehen…Neben dem vielen Spaß beschäftigte uns hauptsächlich ein Thema: Die Karneval Marketing Connection… Was Karneval mit Marketing zu tun hat? Gar nichts… Falsch!Im Folgenden zeigen wir Ihnen – ich bin fast dazu geneigt zu sagen „Bahnbrechende“ – Erkenntnisse aus der diesjährigen Session…Die Haupterkenntnis lautet wie folgt: Karneval = Marketing… Einziger Unterschied: Es werden weniger Marken, sondern viel mehr Personen in Szene gesetzt. Und zwar in Form unterschiedlicher Kostüme…

Diese sind oftmals langweilig, unkreativ und nicht wirklich der Rede wert. Als 250 Pirat, Cowboy oder Matrose erregt man kein Aufsehen mehr. Das gleiche gilt auch für die meisten Werbeanzeigen

Wobei selbst „Standard Kostüme“ durch den gewissen Feinschliff durchaus auffallen können. Als Beispiel möchten wir hier einen Vampir ins Felde führen, der kein gewöhnliches Plastikgebiss, sondern besonders auffällige Zähne hatte. Ergo: Ein bisschen anders als alle anderen sein hilft häufig schon erheblich weiter…

Ganz anders die „wahren Jecken“… Diese legen oftmals eine bewundernswerte Kreativität an den Tag. Man sieht, dass sich jemand wahrlich Mühe gegeben hat, besonders kreativ war und eine ausgefallene Idee entwickelt hat. Dies wird nicht nur mit zahlreichen Blicken und Komplimenten, sondern auch überdurchschnittlich vielen Bützjes honoriert (Anm. der Redaktion: der kölsche Begriff Bützjes steht für Küsse;-)). Wobei diese sowohl von jung als auch alt, Männlein und Weiblein oder gerade in Köln immer wieder beliebt auch von „Irgendetwas“ dazwischen kommen. Auch Tage danach werden entsprechende Kostüme im Rahmen der Berichterstattung bei Freunden und Bekannten wohlwollend erwähnt.

Und das nicht nur im Kölner Raum. Denn die Besucher des Karnevals kommen aus ganz Deutschland – und teilweise noch von darüber hinaus. Am Rosenmontagszug wurden gar Besucher aus dem Land der aufgehenden Sonne schunkelnderweise gesichtet, wie sie ganz in kölscher Art lauthals um „Kamelle“ und „Strüssje“ gebeten haben.

Wieder in der Heimat angekommen werden diese sicherlich berichten, dass Sie eine Koralle, den Weihnachtsbaum, eine Sandbank, einen Pinguin, Al Capone, eine Banane, Aronal und Elmex, Elvis, einen Engel, Dracula oder Papst Benedikt höchstpersönlich getroffen bzw. gebützt haben…

Besonders ausgefallen Kostüme erscheinen außerdem auch in Berichterstattenden Medien. Sei es in Form eines Bildes in den führenden deutschen Tageszeitungen oder als kleines Interview im Fernsehen.

Und spätestens bei der Planung für die Verkleidung 2007 wird noch einmal der Highlights des vergangenen Jahres gedacht.

Unter dem Strich bedeutet dies: Gut und ungewöhnlich verkleidet = halb gewonnen! Oftmals benötigt man dafür weder viel Geld noch Zeit, sondern einfach „nur“ eine unkonventionelle Idee.

Und hier schließt sich der Kreis zu unserer These und Ihnen fällt es nun wie Schuppen von den Augen, warum es ab heute heisst: Karneval = Marketing!;-)

 

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