Auf in den Kampf! Ein Manifest gegen langweilige Werbung…

März 6th, 2006 | by FHolzapfel |

Auf in den Kampf!Laut unterschiedlicher Studien wird ein durchschnittlicher Verbraucher heutzutage mit mehreren tausend Werbebotschaften pro Woche „bombardiert“. Da liegt es in der Natur der Dinge, dass nur die Wenigsten im Gedächtnis bleiben. Hinzu kommt, dass zahlreiche Werbebotschaften schlichtweg langweilig sind…

Hier ein kleiner Test: Nehmen Sie Ihr Lieblingsmagazin und betrachten Sie jede einzelne Werbung. Wie viele davon finden Sie wirklich interessant, wie viele haben Sie bewegt, bleiben Ihnen längerfristig im Gedächtnis oder regen Sie gar zu einem Kauf an? Kaum eine? Haben wir es uns doch gedacht.

Dabei will nahezu jedes Unternehmen anders sein, besser, innovativer, etc. Egal, ob mit seinen Produkten oder seiner Werbung, die diese Andersartigkeit und den damit einhergehenden Wettbewerbsvorteil unterstreichen soll. Und doch sind sie oftmals alle gleich… schlecht… oder langweilig…

Kein Wunder… Denn die meisten Unternehmen investieren den absoluten Löwenanteil Ihres Werbebudgets immer noch in klassische Werbung und scheuen innovative Ideen oder Formate. Verstehen Sie warum? Dann erklären Sie es uns bitte!

Selbstverständlich sprechen wir klassischer Werbung nicht ihre Existenzberechtigung ab. Ganz im Gegenteil. Doch warum erkennen nur so wenige, dass wie in so vielen anderen Bereichen auch in der Werbung gilt: Die gesunde Mischung macht´s…

Doch bitte ohne schlechte und langweilige Werbung!

Wieso gibt es beispielsweise immer noch so viel miserable Fernsehwerbung. Sie wissen wovon ich rede… Man sitzt da und fragt sich: Hier hat jemand viel Geld ausgegeben bis das fertige Konzept entwickelt wurde. Anschließend wurde ein aufwendiger Spot gedreht. Und zu guter letzt noch jede Menge Geld in die Hand genommen, um die erforderliche Werbezeit einzukaufen. Dennoch fragt man sich als Zuschauer: Meinen die das wirklich ernst? Irgendjemand muss ja tatsächlich mal in einem Meeting gesessen und dieses Konzept als erfolgsversprechend empfunden haben? Denn ansonsten würde ich ihn ja jetzt kaum sehen? Was für ein Mensch muss das gewesen sein? Oder denkt er sich einfach nur, wir haben bisher nie außergewöhnliche Werbung gemacht, unsere Zielgruppe stets gelangweilt, und noch niemanden wirklich begeistert. Warum sollten wir das jetzt anders machen? Das Geschäft läuft ja trotzdem – auch wenn eher schlecht als recht…

Selbstverständlich ist es „sicherer“ sich auf althergebrachtes zu verlassen. Aber ist „sicherer“ wirklich immer „besser“? Heisst es nicht auch „wer nicht wagt, der nicht gewinnt“?

Schon des Öfteren haben wir von unseren Kunden unter der Hand Statement gehört wie…

…Wenn ich bei einer der großen Agenturen einmal  x-Hunderttausend Euro mit einer langweiligen klassischen Kampagne an die Wand setze kräht hier im Haus kaum ein Hahn danach… Bei einem wesentlich kleineren Budget im Bereich unkonventionell oder innovative Werbung schauen einem alle kritisch auf die Finger… Wenn es dann nicht klappt kann ich mich warm anziehen…

Oder…

…Wir wissen, dass wir mit unserer klassischen Kampagne wesentlich geringere Responsewerte erzielen und auch sonstige Branding-Messgrößen weniger bis gar nicht berührt werden als mit einer Ansprache abseits der 0815-Marketingschiene… Aber als einer der Marktführer stehen wir einfach in der Pflicht in entsprechenden Medien mit vergleichbaren Kampagnen vertreten zu sein…

Oder, da ja bekanntermaßen alle guten Dinge drei sind…

…Ihr Angebot müssen Sie noch einmal überarbeiten, bevor ich es an die Entscheidungsträger weiterleite… Rechnungsbeträge unter XYZ,- Euro werden in unserem Haus einfach nicht ernst genommen…

Da sage ich nur… Schöne alte Werbewelt… Vergleichbare Aussagen kommen Ihnen irgendwie vertraut vor? Dann sollten Die Alarmglocken spätestens jetzt anfangen zu klingeln… Denn wer den Knall morgen noch nicht gehört hat läuft verstärkt Gefahr übermorgen ganz „schön“ in die Röhre zu schauen… Denn Märkte, Zielgruppen und die Ansprüche an die Werbung ändern sich… Und das schneller als die meisten denken bzw. ihnen lieb sein kann… Vor allem wenn der Chef, Vorstand, Aufsichtsrat oder Hauptaktionär, der heute noch auf die althergebrachten Wege gesetzt hat, morgen ein Opferlamm finden muss und genau Sie fragt, warum Sie diesen Trend bzw. diese Entwicklung nicht schon viel früher erkannt haben. Und was sagen Sie dann?

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