Ein paar „nackte“ Zahlen gefällig…
März 21st, 2006 | by FHolzapfel |
Welche Website wird eigentlich am meisten besucht? Gibt es mehr .com, .de oder .net Domains im World Wide Web? Besitzt jeder Deutsche mittlerweile ein Handy, einen PC oder ist im Internet? Wo befindet sich Deutschland mit diesen Zahlen eigentlich im internationalen Vergleich? Wie bewerten Jugendliche Werbung, die täglich auf sie einprasselt? Im Folgenden einige Antworten auf diese Fragen:
Im Januar konnte Google über 23 Millionen Besucher zählen und liegt damit auf Platz 1 der reichweitenstärksten Websites in Deutschland. Gefolgt von eBay mit über 19 Millionen und MSN mit knapp 13 Millionen Besuchern.Über einen PC verfügen 43% der Deutschen und landen damit gerade mal auf Platz 8 von 9 im internationalen Vergleich. Dahinter folgt nur noch Frankreich mit 39%. Ganz vorne ist die USA mit 84%, Dänemark und Norwegen teilen sich mit jeweils 64% Platz 2.
Ähnliches gilt für die Verbreitung der Internetnutzer. Von 100 Einwohnern in Deutschland nutzen gerade mal 50 das Internet. Damit belegt Deutschland nur Platz 7 von 9. Angeführt wird dieser Vergleich von Dänemark. Immerhin 77 von 100 Einwohnern sind dort Internetnutzer. Auf Platz 2 ist Schweden mit 74 und auf Platz 3 Norwegen mit 71 gelandet. Die Schweiz (55) und Frankreich (50) bilden das Schlusslicht.
Etwas besser schaut in Deutschland die Verbreitung der Handyverträge aus. Mit 95% liegen wir auf Platz 5. Überholt werden wir von Großbritannien (110%), Schweden (110%), Norwegen (107%) und Finnland (102%), wo der Trend sich anscheinend in Richtung Zweit-Handy bewegt.
Vergleicht man die Zahlen der registrierten Top-Level-Domains, so liegen die .de-Domains mit bald 10 Millionen auf Platz 2 von 8. Spitzenreiter mit über 45 Millionen registrierten Domains ist .com. Auf Platz 3 befindet sich .net mit über 6 Millionen.
(Gefunden in: WuV Nr.10/06)
In Deutschland besitzen 92% der Jugendlichen* (12 bis 19 Jahre) ein Handy. Wobei sich fast 57% von rund 1.000 befragten Jugendlichen von Werbe - SMS aufs Handy gestört fühlen. Nervig sind auch Werbe-E-Mails (55,4%) sowie im Internet geschaltete Werbebanner (53,7%). Diese Zahlen spiegeln jedoch nicht nur die professionell erstellten Online-Kampagnen wieder, sondern auch unzählige Spam-Mails für z.B. Haarwuchs- oder Potenzmittelchen.
Aber auch traditionelle Werbeformen punkten bei den Jugendlichen. Am beliebtesten ist die Kinowerbung bei 45,5% der Befragten. Aber auch Plakate (27,1%) und Fernsehwerbung (25,3%) finden gefallen.
Wichtig hierbei ist jedoch, dass die jeweilige Werbung lustig, unterhaltsam und dabei auch informativ ist. Denn nichts ist unbeliebter als langweilige Werbung. 40% der befragten Jugendlichen kritisieren an Werbung, dass es an Unterhaltung und Witz fehle. Für 39% bietet Werbung zu wenig Abwechslung und sei damit langweilig. Daher zappen rund 48% bei Werbeblöcken im TV weg. Dies bestätigt einige der Thesen unseres Beitrags „Auf in den Kampf! Ein Manifest gegen langweilige Werbung…“.
Das Markenbewusstsein ist bei den 13 bis 20jährigen nicht so stark ausgeprägt, wie sich das viele Marketingverantwortliche denken, wünschen oder auch fürchten. „Nur“ jedem Zweiten ist es wichtig, von welchen Label die eigene Kleidung ist und beim Kauf von Sportartikeln achten „nur“ 40% auf die Marke.
In Sachen Mobiltelefon sind die Jugendlichen hingegen eigen. Für zwei Drittel der Jugendlichen ist es „wichtig“ oder sogar „sehr wichtig“, von welchem Hersteller ihr Handy ist.
Diese Zahlen wurden bei der aktuellen Youngcom-Sudie erhoben. Befragt wurden 1.010 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 20 Jahren deutschlandweit.
(Gefunden: WuV Nr. 11/2006)
* JIM-Studie 2005: http://www.mpfs.de/studien/jim/JIM-Studie2005.pdf



















