Mobile Marketing: Wer liegt vorn? Europa oder Nordamerika?
März 24th, 2006 | by FHolzapfel |
Laura Marriott, Executive Director der Mobile Marketing Association, untersucht in ihrem Artikel auf clickZ inwieweit sich Europa und Nordamerika im Bereich Mobile Marketing das Wasser reichen können.
Sie vergleicht die Mobilfunkmärkte und stellt Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede auf. So gibt es in Europa zum Beispiel nur einen Mobilunkstandard (GSM), während es in Nordamerika gleich drei gibt. Das erleichtert die nahtlose Kommunikation zwischen möglichen Kommunikationspartnern sowie über die Grenzen der europäischen Länder hinweg.
Mobilfunkkunden in Europa nehmen öfter an text-basierten Kampagnen teil und haben auch eine größere Affinität zu diesen. So wundert es nicht, dass SMS bei 91% der befragten Jugendlichen zwischen 14 – 19 Jahren die meistgenutzte Funktion am Handy der ist. MMS wird im Vergleich dazu nur von 27% genutzt.
(Quelle: W&V compact 12/05 S.15)
Dahingegen haben nach einer Studie des PIAL Project von März 2005 gerade mal 25% aller erwachsenen US-Bürger in den letzten Monaten eine SMS geschrieben. Damit belegen die US-Amerikaner den letzten Platz. Die Weltmeister der Textnachrichten leben in Europa und Asien.Im Bereich bild-basierter Kampagnen liegen die nordamerikanischen Mobilfunkkunden im Vergleich jedoch um Längen vorne. Dies betrifft sowohl Mobile Web, wie auch Mobile Video und Mobile Search.
Im Bereich bild-basierter Kampagnen liegen die nordamerikanischen Mobilfunkkunden im Vergleich jedoch um Längen vorne. Dies betrifft sowohl Mobile Web, wie auch Mobile Video und Mobile Search.Das stellt eine ideale Ausgangsituation für amerikanische Unternehmen dar, die im Bereich Mobile Marketing aktiv sind oder werden wollen.
Wobei Unternehmen weltweit auf der Suche nach neuen innovativen Ideen sind, um ihre Marke/Artikel etwas Leben einzuhauchen bzw. sie lebendiger erscheinen zu lassen.
(Gefunden bei: adverblog: http://www.adverblog.com/archives/002420.htm)
Das Mobile Marketing als Dialogmarketingkanal nachweislich überaus erfolgreich ist, belegt eine Studie von Proximity Germany. Dabei wurden von April bis Mai 2005 insgesamt 5350 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz angesprochen und die Erfahrungen und Erwartungen hinsichtlich dieses innovativen Kanals analysiert.74% der befragten Unternehmen haben ihre Ziele erreicht oder sogar übertroffen. Dabei sind die mobilen Formen besonders effizient, wenn adäquate, unterstützende Kanäle hinzugezogen werden und der richtige Zeitpunkt im Kundenlebenszyklus identifiziert wird.
74% der befragten Unternehmen haben ihre Ziele erreicht oder sogar übertroffen. Dabei sind die mobilen Formen besonders effizient, wenn adäquate, unterstützende Kanäle hinzugezogen werden und der richtige Zeitpunkt im Kundenlebenszyklus identifiziert wird.Das Marktforschungsinstitut Vanson Bourne hat 50 große Markenunternehmen zu ihren Mobile Marketing Plänen befragt. 89% der Unternehmen gaben an, bis zum Jahr 2008 SMS- und MMS-Nachrichten als Werbeträger einzusetzen. Laut der Studie wäre ein Drittel der befragten Unternehmen bereit 10%ihres gesamten Werbebudgets für das mobile Marketing auszugeben. Für die USA rechnen die Experten damit, dass dieser Markt bis 2009 einen Umfang von etwa 1,26 Milliarden Dollar erreichen wird.
Heute nutzen schon 40 Prozent der befragten Unternehmen SMS-Kampagnen als Werbemittel. Weitere 18 Prozent testen bereits die Werbung per MMS. Obwohl die US-Amerikaner erst relativ spät vom Mobilfunk-Fieber erfasst wurden, haben sie dennoch was den Fortschritt und die Entwicklung betrifft schnell aufgeholt und zählen heute zu den Global Playern. Während die Europäer sich z.B. vorsichtig an PDA’S, Smartphones oder Blackberry’s herantasten, gehören diese in den USA mittlerweile schon zum Alltag. Generell neigen die Europäer dazu sich in jeglicher Hinsicht abzusichern und selbst erfolgsversprechende Konzepte werden hierzulande schnell „tot geredet“. In den USA hingegen ist man allgemein nicht so skeptisch sprich wesentlich experimentierfreudiger.Speziell bei neuen Technologien und Marketingkonzepten führt dies zu einer wesentlichen Verkürzung des Time-To-Market-Faktors. Hinzu kommt, dass einerseits viele der weltweit führenden Unternehmen aus den USA stammen und andererseits der amerikanische Markt erheblich mehr Volumen als die nationalen europäischen Märkte hat. Werden Konzepte dort erfolgreich umgesetzt entsteht somit ein wesentlich höherer Effekt. Nach gelungenem Auftakt werden diese wiederum irgendwann nach Europa zurückschwappen und, nach einer gewissen Kennenlernphase, voraussichtlich auch hier auf Akzeptanz stoßen. Es ist also wohl nur eine Frage der Zeit, bis die amerikanischen Marketingstrategen auch im Bereich Mobile Marketing die Funktion des Trendsetters übernehmen.



















