Unsere Bäckerei im Radio und TV

Mai 16th, 2007 | by FHolzapfel |

Guerilla Marketing bei Plus Minus

Wie so oft, kommt ja gerne alles auf einmal… So auch hier. Gestern Abend ein Beitrag im Magazin Plus Minus zum Thema Guerilla Marketing. Aufhänger: Die zahlreichen Sprühaktionen, die aktuell teilweise auch von namhaften Unternehmen durchgeführt werden. Dazu wurde ich als „Guerilla Marketing Experte“ befragt. Leider wurde ein Punkt nicht in den Beitrag eingebunden, der mir bei dem Interview sehr am Herzen gelegen hat. Und zwar Folgendes:

Wir halten Sprühaktionen eigentlich eher für Schnee von gestern. Wir haben eine vergleichbare Aktion zum Beispiel das letzte Mal im Jahr 2004 durchgeführt. Damals war es noch irgendwie Trendy, weil es hierzulande ein der wenn nicht gar die erste vergleichbare Aktion für ein Markenunternehmen war. Außerdem war das ganze in eine entsprechende Story eingebettet, was der Aktion zusätzlich Charme verlieh.

Heute ist das oftmals einfach nur noch langweilig. Und ich finde es ehrlich gesagt bedenklich, dass Unternehmen verstärkt Sprühaktionen durchführen, sich dabei für besonders kreativ halten und dies dann als Guerilla Marketing verkaufen. Denn das schadet nun mal dem Image dieser Marketing-Disziplin, die sich eigentlich durch Kreativität auszeichnen sollte und nicht durch me2!

Ausnahme bilden natürlich Aktionen, bei denen das Ganze in eine entsprechende Story eingebettet ist, die es irgendwie wieder interessant und sexy macht. Naja… Diese Aussage von mir wurde leider nicht gesendet. Aber für solcherlei Klarstellungen ist dann ja auch der Blog hier recht hilfreich;-)

So das war der erste Streich… Und der zweite…

Heute Mittag lief dann ein Beitrag im Radio zum Thema Schleichwerbung im Internet. Dabei hat der WDR Verbraucherforen, Preisvergleichsplattformen und Weblogs unter die Lupe genommen. Stammen die Meinungen dort wirklich von „unabhängigen Nutzern“ oder stecken hinter Bewertungen und Einträgen oftmals auch Unternehmen? Das immer wieder „beliebte Thema“… Auch dazu wurde ich befragt, weil der Redakteur zu dem Thema in meinem Buch gestöbert hatte. Kern meiner Aussage: „Unternehmen lasst so etwas besser bleiben! Zumindest wenn Ihr Euch positive Mund-zu-Mund-Propaganda wünscht gibt es wesentlich bessere Methoden. Und wer wünscht sich das nicht?“

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