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Mit der Faust auf´s Auge…

März 18th, 2008 | by Swantje |

Ja, so mag sich Mancher fühlen, betrachtet er die neuen Motive der bundeweiten Kampagne des Bundesverkehrsminesterium. Wie heute unter sueddeutsche.de www.sueddeutsche.de/,tt5m1/panorama/artikel/568/164106/ zu lesen, sterben jedes Jahr um die 5.000 Menschen bei Verkehrsunfällen. Heute stellte dazu Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) in Berlin die neue Sicherheitskampagne vor. “Wir wollen eine prägende und nachhaltige Wirkung erzielen und das Leid anfassbar und begreifbar machen.”, so die Aussage Tiefensees zu den schockierenden und berührenden Kampagnen-Motiven, in Form von falschen Todesanzeigen.

Deutschland ist, was provokate Kampagnen gegen Raser und Verkehrssünder angeht, nicht das erste Land. So stehen in Frankreich schwarze Männchen am Rand, welche jeweils einen Verkehrstoten symbolisieren. Auch in den vergangenen Jahren appelierteb die Kampagnen des Bundesverkehrsministerium www.bmvbs.de und dem DVR – Deutschen Verkehrssicherheitsrates e.V. www.dvr.de an die Raser, ihr Ego über andere Ebenen auszuleben. War die Kampgne „Hast Du Größe? Fahr mit Verantwortung“ www.dvr.de/site.aspx?url=html/presse/infodienst/800_10.htm aus 2007 noch humorvoll provokant, so appelieren die Medien der neuen Kampagne unmissverständlich an die Angst.

So zeigen diese „falschen Todesanzeigen“ (Plakate und Anzeigenmotive) z.B. ein Foto eines jungen Pärchens, welches glücklich und lebendig in die Kamera lächelt. Allerdings unmittelbar neben einem schwarzen Kreuz. Zack! Und schon ist es da, dieses mulmige und beklemmende Gefühl, welches man auch bekommt, wenn man in der Tageszeitung auf die Seiten der Todesanzeigen kommt und man sich dabei erwischt, wie man die Jahresdaten überschlägt und ab und an schockiert feststellen muss… „Mensch, zwei Jahre jünger als ich…“

Ebenfalls warte die Kampagne auch im Fernsehen auf uns. In dem Spot http://de.youtube.com/watch?v=Tf6f-gpFgDY spiegelt sich folgende Situation wieder. Es klingelt ein telefon, die Kamera fährt durch das Haus – niemand da. Klick – der AB springt an und zu hören ist die glückliche Familie, die gerade nicht erreichbar ist. Die Kamerafahrt geht weite und fokusiert ein Familienbild – es kracht und die „Lieben“ im Bild prallen an die Front-Bilderrahmen-Scheibe… Stille!

Gott sei Dank handelt es sich bei der neuen Verkehrskampagne, mit dem Titel „Runter vom Gas.“, nicht um wahre Opfer. Dennoch verleiht diese Kampagne jedem Opfer ein Gesicht und macht sie somit nah und greifbar… Und hoffentlich für viele begreifbar. Mit dem minimalsten Einsatz von Gestaltungelementen wird sofort und klar deutlich: Mach so weiter und dein Bild spielt hier bald Platzhalter.

Neben der Sicherheitskampagne, so Herr Tiefensee, wird ebenfalls auf die Erhöhung von Bußgeldern für Raser und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Autobahnen gesetzt, um so mit dem Verkehrssicherheitsrat die Zahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren.

Es ist nicht begreifbar, aber durch zu schnelles Fahren sterben in Deutschland jeden Tag 14 Menschen im Straßenverker sterben müssen. Egal ob selbst- oder nicht selbstverschuldet, das sich-im-Straßenverkehr-bewegen birgt mittlerweile so viele Gefahren in sich, wie ein Spaziergang über ein Minenfeld… Und das muss ja nun wirklich nicht sein.

In diesem Sinne… Ab auf´s Rad und heil´ nach Haus ;-)

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  1. One Response to “Mit der Faust auf´s Auge…”

  2. By Kitty on Mrz 31, 2008 | Reply

    Ich finde solche Kampagnen sehr sinnvoll. Es ist wirklich nicht ok, was so auf den Straßen Deutschlands passiert und so manchmer Autofahrer sollte wirklich über sein eigenes Fahrverhalten nachdenken, denn gerade die unverschuldeten Verkehrsopfer, die einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren, weil ein anderer Fahrer der Meinung war, er muss sich unmöglich verhalten, sind am meisten bestraft, oder? Ob die Kampagnen allerdings etwas bringen, steht auf einem anderen Blatt.

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