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Analyse von Social Media Marketing Beispielen

September 8th, 2008 | by Felix |

Social Media Marketing zählt wohl aktuell zu einem der beliebtesten Marketing-Buzzwords. Peter Kim, der Betreiber des Blogs beingpeterkim.com aus den USA hat sich nun einmal die Mühe gemacht eine Liste mit Beispielen mehr oder weniger prominenter Unternehmen zusammenzustellen, welche in diesem Bereich aktiv sind (die Liste wird übrigens dank zahlreicher neuer Kommentare/Hinweise anderer Nutzer ständig weiter ausgebaut >> immer mal wieder vorbeischauen lohnt sich also). Sei es mit einem Profil oder einer Gruppe in einer Social Community, wie z.B. Facebook, mit einem eigenen Weblog, Feed bei dem Micro-Blogging-Anbieter Twitter, Channel bei Videoportalen wie YouTube oder gar mit einer eigenen Community.

Natürlich ist aber nicht nur interessant, was für Maßnahmen welches Unternehmen im Bereich Social Media Marketing umsetzt, sondern vor allem auch welche Ergebnisse sie damit erzielen bzw. wie erfolgreich sie dabei sind.

Selbstverständlich lässt sich nun vortrefflich darüber diskutieren, wie man „Erfolg“ in diesem Bereich definiert. Vor allem da wir größtenteils weder die internen Ziele der entsprechenden Unternehmen kennen, noch Zugriff auf interne Daten haben, noch wissen, welchen Aufwand Sie dafür betreiben, usw. Außerdem sind absolute Zahlen in diesem Bereich oft nur bedingt aussagekräftig. Schließlich geht es bei Social Media oftmals eben ja genau nicht nur um “nackte/pure Reichweite” bzw. “Quantität”, sondern vor allem die Qualität der Kommunikation steht im Vordergund bzw. macht diese so wirkungsvoll/sexy.

Nichtsdestotrotz haben wir einmal eine Art „kleine Mini-Marktforschung“ betrieben. Dafür haben wir einfach die Facebook Gruppen diverser Unternehmen aus der Liste von beingpeterkim.com ein wenig analysiert. Wie viele Mitglieder hat eine Gruppe? Seit wann besteht die Gruppe? Sprich in welchem Zeitraum wurden die Mitglieder gewonnen? Und wie aktiv sind die Nutzer? Als Richtwert für diesen Punkt haben wir uns der Einfachheit halber an der Anzahl der Pinnwandeinträge orientiert, welche die Mitglieder der Gruppe hinterlassen haben.

Hier also die Top10 der Facebook Gruppen unterschiedlicher Unternehmen auf Basis dieser „kleinen Analyse“ (Stand 05. September 2008):

Unternehmen
Anzahl Freunde
Aktiv seit
Monatl. Neu
Einträge Pinnwand
Einträge / Nutzer
Victoria‘s Secret PINK
509.399
04/2008
101.180
11.455
0,0225
H&M
233.665
03/2007
13.745
3.117
0,0133
Target
74.905
07/2007
5.350
1.516
0,0202
Jeep
52.444
11/2007
5.244
5.636
0,1075
The Economist
39.300
11/2007
3.930
311
0,0079
Seventeen Magazine
37.457
12/2007
4.162
620
0,0166
The New York Times
32.070
11/2007
3.746
258
0,0080
Teen Vogue
28.678
02/2008
4.097
396
0,0138
Reebok
20.936
07/2008
10.468
28
0,0013
Ernst & Young Careers
18.103
07/2006
696
1.667
0,0921

„Kleine Notiz am Rande“ – unabhängig von der Liste von beingpeterkim.com… Auch Nutella ist auf Facebook aktiv und gehört dort zu den erfolgreichsten Marken. Das Profil von Nutella verzeichnet aktuell 444.563 Fans und der Nutella Fan Club 158.759 Fans – Tendenz stark steigend.

Außerdem hier einmal eine Übersicht diverser Unternehmen aus der Liste von beingpeterkim.com, welche eine eigene Social Community betreiben:

The Nielsen Company
Microsoft
Intuit
Intel
FujiFilm USA
The New York Times
Kleenex
KFC

Und zu guter letzt… Für jeden, der sich für Unternehmen mit einer eigenen Community interessiert… Ein gutes Beispiel in diesem Bereich ist beinggirl.com von Procter&Gamble. Die wesentlichen Erfolgsfaktoren dieser Community würde ich “aus der Hüfte geschossen” wie folgt bezeichnen:

:: Zielgruppe (junge Mädchen), welche gerne aktiv Inhalte erstellt
:: Ein Thema, das die Zielgruppe stark beschäftigt (being a girl >> mit allen Vor- und Nachteilen, Problemen, Herausforderungen, Höhen, Tiefen, usw.)
:: Thematisch zwar im Umfeld der Produkte des Unternehmens angesiedelt, aber nicht direkt daran gekoppelt
:: Dadurch wird die Community nicht als Werbung, sondern echter Mehrwert wahrgenommen
:: Nichtsdestotrotz wird an verschiedenen Stellen auf einzelne Produkte hingewiesen – aber stets dezent
:: Hohe Gestaltungsfreiheit seitens der Nutzer
:: Das Unternehmen hört seiner Zielgruppe WIRKLICH zu und liefert entsprechend relevanten Content
:: Gesunde Mischung aus Professionellen und User Generated Content sowie diverser Entertainment Komponenten
:: Verschiedene Länderversion berücksichtigen die kulturellen Gegebenheiten vor Ort
:: Uvm.

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