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Reisefieber auf Facebook & Co. – Touristik entdeckt Social Networks

Oktober 31st, 2008 | by Felix |

In dem Beitrag „Virtueller Fischfang“ berichtete die führende Touristik Zeitschrift FVW über ein verstärktes Engagement diverser Touristik-Anbieter im Bereich Social Media.

Monatlich 100.000 zusätzliche Besucher via Facebook

Auf dem FVW Kongress in Köln stellte Marc Charron, Europa Chef von Tripadvisor, die Maßnahmen des eigenen Unternehmens auf Facebook vor. Pro Monat gewinnt das Unternehmen ca. 100.000 Nutzer aus dem sozialen Netzwerk für die eigene Website. Das Kernstück der Maßnahmen bildet die Anwendung „Cities I‘ve visited“. Dort können Nutzer auf einer Weltkarte alle Plätze markieren, die Sie bereits besucht haben oder zukünftig noch besuchen möchten.

Virale Effekte dank einer Applikation
Laut dem Bericht entsteht der virale Effekt indem Nutzer ihre Kontakte einladen die Karte anzusehen oder eine eigene Karte zu gestalten. Was in dem Artikel nicht erwähnt wird: Ein weiterer Faktor ist der Facebook Newsfeed in dem die Kontakte eines Nutzers nach der Installation automatisch von der Applikation erfahren – auch ohne dass sie aktiv angeschrieben werden.

Die Applikation „Cities I‘ve visited“ wurde bereits von 6,4 Mio. Nutzern installiert. Rund 1,4 Mio. nutzen die Karte monatlich mindestens einmal.

Facebook User = Wertvolle User

Tripsbytips-Gründer Uwe Frers berichtete, dass die über Facebook gewonnen Nutzer laut seiner Erfahrung mehr Seiten betrachten und deutlich länger auf der Tripsbytrips Website verweilen.

Erfolg durch Mitmach-Gewinnspiel mit Schneeball-Effekt
Ein weiterer Anbieter, Triphunter, richtete eine Gruppe in dem Netzwerk Wer-Kennt-Wen.de ein. Leider nur mit mäßigen Erfolg. Dieser stellte sich erst ein als das Unternehmen eine stärkere Mitmach-Komponente seitens der Nutzer in seine Kampagne integrierte. Für jeden Freund den die Nutzer in die Gruppe einluden erhielten sie ein Los. Mit diesen Losen konnten sie eine Reise nach New York gewinnen. Innerhalb von 48 Stunden wuchs die Gruppe auf 150.000 Mitglieder an. Nach zehn Tagen waren es 230.000.

Nicht alles was gänzt ist Gold
Andere Anbieter machten hingegen weniger gute Erfahrungen. So berichtete Nicolas Götz, Chef des Online Reisebüros Nix-Wie-Weg.de, dass Anzeigen in Social Networks zwar viel gesehen, aber extrem wenig angeklickt werden. Die Umwandlung gegen Kunden geht seiner Aussage nach gegen null. Nichtsdestotrotz versucht er sich zumindest damit zu trösten mit diesen Maßnahmen einen Imagegewinn zu erzielen.

Die Moral von der Geschicht…

Unserer Erfahrung nach und wie die anderen Beispiele zeigen sollte man sich im Bereich Social Media keinesfalls mit einem lediglich erhofften Imagegewinn zufrieden geben, sondern es einfach anders/besser machen. Denn es ist nun mal lange kein Staatsgeheimnis mehr, dass „platte Bannerwerbung“ in Social Networks nicht funktioniert. Ich weiss… Ich wiederhole mich… Aber das lässt sich nun mal leider solange nicht vermeiden bis vergleichbare Fälle seltener auftreten und die Botschaft auch in der hintersten Reihe angekommen ist;-)

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