Steiger Dich rein… bei tweebay… äh tweba
Januar 15th, 2009 | by Dara |Es war ja nur eine Frage der Zeit bis in dem Applikationsdschungel rundum Twitter auch der Auktions-Gedanke aufgegriffen wird. Unter dem Namen Tweebay wurde Ende Dezember das erste “Auktionshaus” à la eBay im Microblogging-Format geschaffen. Seitdem sind schon einige fleißig dabei, wie Tweebay es selbst so schön umschrieb, „ihre ungewollten Weihnachtsgeschenke“ an andere Twitter-Nutzer zu verscherbeln

Nur brachte die eher auffällige Namensähnlichkeit mit dem “King of online Auctions” eBay verständlicherweise nicht nur Sympathisanten mit sich. So wurde es Tweebay Gründer Paul Rawlings letztendlich doch zu heikel vielleicht noch eine Klage an den Hals zu bekommen und änderte auf Anraten eines “Großunternehmens” wie es überall nur zitiert wird (na wer kann das wohl sein
) vor 3 Tagen den Namen dieses Dienstes von Tweebay auf Tweba. Ärgerlich, aber damit muss man eben rechnen, wenn man es darauf anlegt. Und ein was Gutes hat das Ganze ja: es wird heiss darüber berichtet und kommentiert wie auch bei TechCrunch. Wie dem auch sei…
Der Clou bei Tweba: Die Auktion verläuft kurz und hoffentlich schmerzlos, da der Auktionstreiber nur die Twitter-üblichen 240 Zeichen zur Auktionseingabe zur Verfügung hat. Also kein Platz für ellenlange Produktbeschreibungen, was natürlich seine Vor- und Nachteile mit sich zieht. Spezielle, informationsintensive Dinge (z.B. außergewöhnliche Artikel wie eine Aquariumtiolette, antike Kommoden oder diverse second-Hand Waren) werden es dabei wahrscheinlich schwer haben unter den Nagel zu kommen. Fakt ist nämlich: es ist nur ein Foto in Thumbnail-Größe aufführbar. Und wer möchte schon die Katze im Sack kaufen?
Nichtsdestotrotz scheinen schon einige Neugierige und Fans der „hauptsache-kurz-und-schnell-Mentalität“ diesen Dienst eifrig zu nutzen. Von Büchern über Obama T-Shirts bis hin zu Kameras und handgemachten Violinen wird bisher schon einiges auf diesem Microblogging-Marktplatz angeboten. Bild- und Zeichenbeschränkung werden dabei schlauerweise z.B. mit Querverweisen auf die eigene Webseite umgangen.
Nur die Marktschreier scheinen bisher noch nicht erhört zu werden. Oder die Skepsis ist noch zu groß. Denn die Zahl der Mitbietenden hält sich momentan noch sehr in Grenzen. Aber wenn wir bedenken, dass selbst Vorreiter eBay auch nach langjähriger Erfahrung noch mit Problemen bzgl. Vertrauen und Missbrauch bei Privatauktionen zu kämpfen hat, ist diese Bilanz auch nicht verwunderlich.
Also noch einmal Tweba’s Mehrwert auf einem Blick: Es ist einfach einfach
240 Zeichen, 1 ausschlaggiebiges Foto pro Auktion, alle Kauf- und Verkaufprozesse ohne die ungern vollzogene Eingabe von Passwörtern sondern schlicht via Direct Message auf dem eigenen Twitter-Account. Voraussetzung ist demzufolge ein eigener Twitter-Account um bei dem Gebotsgefecht dabei zu sein. Und, wie sollte es auch anders gehen, ein Tweebay Twitter-Profil „Follower“ zu sein.
Na wir sind gespannt wie sich das Ganze entwickeln wird und wer hier im wahrsten Sinne des Wortes etwas zu bieten hat
