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Das Facebook Wunder: Rasantes Wachstum + Gewinnzone = (Derzeit) Unschlagbar

September 16th, 2009 | by Felix |

Gestern hat der Gründer von Facebook, Marc Zuckerberg, bekannt gegeben, dass Facebook nun über 300 Mio. Nutz verfügt. Damit hat das weltweit größte Social Network innerhalb von nur 5 Monaten 100 Mio. neue Nutzer gewonnen.

Nur zum Vergleich: Wenn das Wachstum weiterhin anhält verfügt Twitter Ende diesen Jahres weltweit insgesamt voraussichtlich über 18 Mio. Nutzer (Quelle: mashable.com). Das entspricht dann gerade mal ca. 6% der aktuellen Nutzer von Facebook. Und da werden bis Ende des Jahres wahrscheinlich auch noch ein bis zwei dazukommen;)

Wobei das Wachstum von Facebook auch in Deutschland deutlich spürbar ist. Mit 6,2 Mio. aktiven Nutzern hat Facebook die bis dahin führenden Anbieter in Deutschland, wie die VZ-Netzwerke und Wer-Kenn-Wen.de, bereits im August hinter sich gelassen (Quelle: Nielsen bzw. faz.net). Bereits im Juli war Facebook im Hinblick auf Unique Visitors vorne weg marschiert (Quelle: Google bzw. meedia.de).

Kein Wunder. Die Marke hat Momentum. Die Plattform die bei weitem umfangreichsten/besten/ausgereiftesten technischen Möglichkeiten. Sie bedient eine äußerst breite Zielgruppe – vom Teenager, über Studenten, junge Erwachsene, Eltern, Geschäftsleute bis hin zu Best-Agern & Co. Kaum ein Anbieter verfügt über eine vergleichbare internationale Marktabdeckung, so dass sich Aufwände für Entwicklung & Co. nicht über einen einzelnen Heimatmarkt, sondern über X Märkte amotisieren. Die Öffnung zu externen Websites bzw. das Zusammenspiel bietet Möglichkeiten die bei anderen Plattformen weitestgehend verwährt bleiben. Und und und…

Natürlich gibt es auch zahlreiche Features bei denen andere Anbieter schneller sind. Aber scheinbar bekommt niemand wesentliche Neuerungen, die nicht aus dem eigenen Haus stammen, dermaßen schnell und intelligent integriert. Unter dem Strich kann man also durchaus sagen, dass Facebook im Großen und Ganzen den Takt der Entwicklung im Bereich Social Networks vorgibt und alle anderen marschieren hinterher.

Doch nicht nur im Bereich technische Entwicklung und Wachstum scheint Facebook weiterhin durch die Decke zu schiessen. Ganz nebenbei verkündete das Unternehmen zeitgleich, dass es im vergangenen Quartal erstmals einen positiven Cash-Flow hatte. Sprich man beginnt jetzt auch langsam aber sicher Geld zu verdienen. Und dies ist nun mal etwas, das leider nur die wenigsten Social Networks von sich behaupten können (zum Vergleich, im April hatten wir bereits berichtet, dass YouTube so etwas in der Größenordnung von 470 Mio. US Dollar Verlust pro Jahr einfährt).

Sprich auch wenn andere Netzwerke ala Twitter zur Zeit extrem gehyped werden und relativ natürlich über ein größeres Wachstum verfügen scheint Facebook sich sowohl im Bereich absolutes Wachstum (um das es letztendlich nun einmal geht) als auch Wirtschaftlichkeit weiter vom Wettbewerb abzusetzen. Und aus unserer Sicht ist derzeit noch kein Wettbewerber in Sicht, der dem Unternehmen diese Position ernsthaft streitig machen kann… In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch Facebook! You rock!!! ;)

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  1. 3 Responses to “Das Facebook Wunder: Rasantes Wachstum + Gewinnzone = (Derzeit) Unschlagbar”

  2. By Raddatz on Okt 26, 2009 | Reply

    Hallo, der Bericht ist sehr interessant. Ich selbst bin auch bei Facebook und zwei anderen Netzwerken vertreten. Man kann hier super für sein Unternehmen Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Ich kann es nur empfehlen. In der nächsten Zeit werde ich meine Aktivitäten in dem Bereich erhöhen. Nur übertreiben sollte man es nicht. Wie gesagt sehr informativ der Bericht und gut geschrieben.

  3. By Felix Holzapfel on Okt 26, 2009 | Reply

    Vielen Dank für die Blumen und freut uns natürlich, dass Dir der Bericht gefällt. Öffentlichkeitsarbeit und nicht übertreiben. Absolut. Man sagt ja auch im Web 2.0 sollten Unternehmen "weniger an das reine Verkaufen denken, sondern daran Beziehungen aufzubauen". Und auch da passt mal wieder das Bild der "Marketinglovestory" bei der wir die Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden mit der zwischen Mann und Frau gleichsetzen;) Denn auch dabei sollte man(n) es ja nicht übertreiben und eben erst mal eine Beziehung aufbauen bevor man an "weitere/andere Dinge" denkt…;)

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  2. Nov 2, 2009: Annette Schwindt: Facebook-Fanseiten für Kultureinrichtungen und Kulturschaffende | stART Conference 2009 |stARTconference

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