Beispiel Virales Marketing in Social Networks

Oktober 8th, 2009

Bei unserer täglichen Arbeit merken wir immer wieder, dass viele Menschen mit dem Begriff „Viral Marketing“ gewöhnlich zu erst einmal ein Video verbinden. Unsere Aufgabe ist es dann in der Regel zu erklären, dass Videos eine tolle Sache sind, aber nur ein kleiner Baustein einer viralen Kampagne.

Nun habe ich vor ein paar Tagen mal wieder ein „Virales Video“ gesehen, das ich überdurchschnittlich gelungen fand. Also zumindest bis zu einem gewissen Grad. Dazu aber dann später mehr.

Für alle, die es bisher noch nicht kennen, hier jetzt erst einmal das Video, um das sich der Beitrag dreht:

Im wesentlichen fand ich an dem Video interessant, dass die virale Verbreitung zumindest nach meinem persönlichen/subjektiven Empfinden stark von Facebook und Twitter geprägt war.

Hier mal der Verlauf, den ich bisher verfolgt habe und der denke ich ganz gut erklärt, was wir unseren Kunden Tag für Tag erklären. Ich sag nur Stichwort „passive Viralität“:

Step 1: Mein erster Kontakt mit dem Video

Am Freitag den 2. Oktober hat Markus folgende Nachricht bei Twitter gepostet:

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Wobei ich den Tweet gar nicht bei Twitter gesehen habe, sondern in meinem Facebook Newsfeed darüber gestolpert bin. Denn sämtliche Tweets von Markus werden automatisch auch auf Facebook veröffentlicht. Sprich sämtliche Kontakte von Markus hatten die Möglichkeit über das Video zu stolpern – egal, ob auf Twitter oder Facebook.

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Das Ganze hat mir da schon so gut gefallen, dass ich, wie man der Grafik oben entnehmen kann, auf Facebook direkt mal einen Kommentar dazu abgelassen habe. Folge: Nun war auch mein Netzwerk „infiziert“. Denn mein Kommentar taucht im Newsfeed sämtlicher meiner Kontakte auf.

Step 2: Veröffentlichung auf unserer Facebook Page

Weil mir das Video nicht nur mir, sondern sämtlichen Leuten denen ich das am Wochenende gezeigt habe, so viel Freude bereitet hat habe ich das gute Stück am Montag auf unserer conceptbakery Facebook Page gepostet:

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Wie man sehen kann gab es darauf diverse Reaktionen.
1) Insgesamt 16 Leute haben den Button „gefällt mir“ angeklickt. Folge: Richtig… Daraufhin erschien ein Hinweis im Newsfeed sämtlicher Kontakte dieser Personen, dass Person X dieses Video gefällt.
2) Weitere 4 Leute haben einen Kommentar zu diesem Video hinterlassen. Folge: Wieder richtig… Da ist genau das Gleiche wie bei 1) passiert;)

Step 3: Weitere Nutzer veröffentlichen das Video direkt auf Ihrem Profil

Nehmen wir zum Beispiel Richard… Nachdem er auf unserer Facebook Page den Button „gefällt mir“ geklickt hat, hat er sich überlegt, dass ihm das Video sogar so gut gefällt, dass er es noch einmal selber auf seinem eigenen Profil veröffentlicht. Sprich alle seine Kontakte sind somit sogar zwei mal auf das Video hingewiesen worden.

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Auch hier haben wiederum 3 Personen aus Richards Netzwerk gesagt „gefällt mir“. Und all deren Kontakte konnten dies wiederum in ihrem Newsfeed sehen.

Aber auch Scott und Kalle haben das Video über ihr eigenes Profil veröffentlicht, weil sie entweder über eines der Postings weiter oben oder über einen anderen Hinweis auf das Video aufmerksam geworden sind. Und auch dabei wurden wieder verschiedene „Interaktionen“ in Form von „gefällt mir“ oder „Kommentar“ ausgelöst, die zu einer weiteren Verbreitung via den Kontaktnetzwerken von Scott und Kalle geführt haben.

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Lange Rede, kurzer Sinn… Mein Fazit…

Die virale Verbreitung von Inhalten wird heute oftmals von den „Interaktionen“ der Nutzern in Social Networks geprägt. Und ich denke, dass dieses Beispiel ganz gut veranschaulicht, wie so etwas von statten gehen kann. Das Elementarste dabei: Es ist nicht länger eine “Aktion” in Form von “ich nehme einen Link, packe ihn in eine eMail und versende diese dann an einen ausgewählten Kreis meiner Kontakte” erforderlich. Die Botschaft verbreitet sich vielmehr via “passiver Viralität” indem Nutzer mit einer Botschaft “interagieren”.

Und zu guter letzt…

Noch die am Anfang des Beitrags versprochene Auflösung, warum ich das Video nur bis zu einem gewissen Grad gut fand… Wer den Blog hier öfters liest kann sich wahrscheinlich schon denken, was nun kommt;) In dem Video wurde für was genau geworben? Die meisten Leute mit denen ich das zsuammen gesehen haben, dachten der Spot sei von einem schwedischen Möbelhersteller… Was soll ich jetzt als nächstes sonst noch so machen? Handlungsaufforderung? Usw.?

Wirklich rund hätte ich die Aktion gefunden, wenn am Ende der Link zu einer Microsite oder noch besser einer Facebook Fan Page eingebunden worden wäre. Dort hätte man weitere „Word of Mouth Specials“ rund um den Spot kreieren können. Zum Beispiel indem Nutzer Ihre verrücktesten Geschichte erzählen. Oder man hätte die Profile der 3 Hauptdarsteller hinterlegen können, damit man als User Kontakt aufnehmen kann (der Mann im Schrank, der Mann der ihn entdeckt und sein Frau). Oder, oder, oder…

Damit hätte die virale Verbreitung und auch Nachhaltigkeit der Aktion mit einem überschaubaren zusätzlichen Aufwand noch einmal erheblich gesteigert werden können. Und von dort aus hätte man dann auch eine elegante Brücke zu dem Unternehmen/Angebot schlagen können, das sich dahinter verbirgt. Übrigens stammt dies weder aus Schweden noch handelt es sich dabei um einen Möbelhersteller…;)

Aber ein bisschen was zu verbessern gibt es ja immer… Unter dem Strich war das Video auf jeden Fall schon mal echt ein guter Schmunzler… Daher auch an dieser Stelle noch einmal vielen Dank dafür!;)

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Das Facebook Wunder: Rasantes Wachstum + Gewinnzone = (Derzeit) Unschlagbar

September 16th, 2009

Gestern hat der Gründer von Facebook, Marc Zuckerberg, bekannt gegeben, dass Facebook nun über 300 Mio. Nutz verfügt. Damit hat das weltweit größte Social Network innerhalb von nur 5 Monaten 100 Mio. neue Nutzer gewonnen.

Nur zum Vergleich: Wenn das Wachstum weiterhin anhält verfügt Twitter Ende diesen Jahres weltweit insgesamt voraussichtlich über 18 Mio. Nutzer (Quelle: mashable.com). Das entspricht dann gerade mal ca. 6% der aktuellen Nutzer von Facebook. Und da werden bis Ende des Jahres wahrscheinlich auch noch ein bis zwei dazukommen;)

Wobei das Wachstum von Facebook auch in Deutschland deutlich spürbar ist. Mit 6,2 Mio. aktiven Nutzern hat Facebook die bis dahin führenden Anbieter in Deutschland, wie die VZ-Netzwerke und Wer-Kenn-Wen.de, bereits im August hinter sich gelassen (Quelle: Nielsen bzw. faz.net). Bereits im Juli war Facebook im Hinblick auf Unique Visitors vorne weg marschiert (Quelle: Google bzw. meedia.de).

Kein Wunder. Die Marke hat Momentum. Die Plattform die bei weitem umfangreichsten/besten/ausgereiftesten technischen Möglichkeiten. Sie bedient eine äußerst breite Zielgruppe – vom Teenager, über Studenten, junge Erwachsene, Eltern, Geschäftsleute bis hin zu Best-Agern & Co. Kaum ein Anbieter verfügt über eine vergleichbare internationale Marktabdeckung, so dass sich Aufwände für Entwicklung & Co. nicht über einen einzelnen Heimatmarkt, sondern über X Märkte amotisieren. Die Öffnung zu externen Websites bzw. das Zusammenspiel bietet Möglichkeiten die bei anderen Plattformen weitestgehend verwährt bleiben. Und und und…

Natürlich gibt es auch zahlreiche Features bei denen andere Anbieter schneller sind. Aber scheinbar bekommt niemand wesentliche Neuerungen, die nicht aus dem eigenen Haus stammen, dermaßen schnell und intelligent integriert. Unter dem Strich kann man also durchaus sagen, dass Facebook im Großen und Ganzen den Takt der Entwicklung im Bereich Social Networks vorgibt und alle anderen marschieren hinterher.

Doch nicht nur im Bereich technische Entwicklung und Wachstum scheint Facebook weiterhin durch die Decke zu schiessen. Ganz nebenbei verkündete das Unternehmen zeitgleich, dass es im vergangenen Quartal erstmals einen positiven Cash-Flow hatte. Sprich man beginnt jetzt auch langsam aber sicher Geld zu verdienen. Und dies ist nun mal etwas, das leider nur die wenigsten Social Networks von sich behaupten können (zum Vergleich, im April hatten wir bereits berichtet, dass YouTube so etwas in der Größenordnung von 470 Mio. US Dollar Verlust pro Jahr einfährt).

Sprich auch wenn andere Netzwerke ala Twitter zur Zeit extrem gehyped werden und relativ natürlich über ein größeres Wachstum verfügen scheint Facebook sich sowohl im Bereich absolutes Wachstum (um das es letztendlich nun einmal geht) als auch Wirtschaftlichkeit weiter vom Wettbewerb abzusetzen. Und aus unserer Sicht ist derzeit noch kein Wettbewerber in Sicht, der dem Unternehmen diese Position ernsthaft streitig machen kann… In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch Facebook! You rock!!! ;)

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conceptbakery auf der dmexco in Köln

September 11th, 2009

Am 23. und 24. September 2009 öffnet die dmexco – digital marketing exposition & conference – erstmals ihre Pforten in Köln. Sprich in unserem Kiez oder wie man in Köln sagen würde in unserem Veedel. OK… Nicht ganz… Denn unser Büro befindet sich ja nicht wie die Messe auf der Schälsick, sondern auf der “richtigen Seite des Rheins”.

Ok… Genug sinnfrei um den heissen Brei herumgeredet… Wir freuen uns, dass die Veranstaltung nun hier bei uns in Köln ist und  wir als conceptbakery unseren kleinen/bescheidenen Teil dazu beitragen dürfen. Diesmal in Form folgenden Social Media Panels, das zum Abschluss der dmexco am 24.09 in der Congress Hall stattfinden wird.

dmexco

Natürlich stiefeln wir aber an beiden Tagen auch sonst immer mal wieder auf der Messe rum. Wer sich also mit einem unserer Mitarbeiter treffen will, mehr über Guerilla, Viral oder Social Media Marketing erfahren möchte oder einfach nur ein bisl “blödes Zeug” quatschen oder gegen Abend ein Kölsch trinken mag… Nicht zögern, sondern einfach bei uns melden;)

TÜV Rheinland sucht „Tuning-Minister“

September 4th, 2009

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Am 27. September 2009 steht die nächste Bundestagswahl vor der Tür. Im Anschluss werden auch die Ministerposten neu besetzt. Wobei es eine wesentliche Neuerung gibt! Gemeinsam mit dem TÜV Rheinland werden wir erstmals im Rahmen einer „Spaß-Aktion“ den Posten des „Tuning-Minister“ besetzten.

Dieser wird natürlich jedoch nicht mit dem Stimmzettel im Wahllokal gewählt, sondern auf der Tuning Community www.legmichtiefer.com – powered by TÜV Rheinland. Hier kann sich jedermann als Kandidat registrieren, mit wenigen Klicks sein Wahlkampfprogramm erstellen und seinen Wahlkampf organisieren. Wie bei einer richtigen Wahl gewinnt der Nutzer, der bis zum 27. September die meisten Stimmen gewinnt.

Den Gewinnern des ersten bis dritten Platzes winken attraktive Preise. Darüber hinaus wird der Tuning-Minister und dessen Fahrzeug auf verschiedenen Events vorgestellt, z.B. bei der Eröffnung der Essen Motorshow 2009 auf dem Stand des TÜV Rheinland, in die Pressearbeit eingebunden, usw.

Anders als bei der Bundestagswahl hingegen können allerdings nicht nur die Sieger, sondern sämtliche Nutzer, die sich an der Abstimmung beteiligen etwas gewinnen. Denn unter allen die einem der Kandidaten ihre Stimme geben werden kostenlose Eintrittskarten zur Essen Motorshow 2009 verlost.

Getreu dem Motto „Alleine sind wir gut. Aber gemeinsam sind wir besser!“ führen wir diese Aktion mit verschiedenen Partnern durch. Zum Beispiel mit www.pagenstecher.de, einem der führenden Tuning-Foren im deutschsprachigen Raum. Dort finden Nutzer einen extra Bereich in dem sie sich über die Aktion austauschen können. Europas größter Versender für sportliches Autozubehör D&W unterstützt die Aktion mit Einkaufsgutscheinen für die Gewinner.

Natürlich werden wir auch im legmichtiefer Twitter Chanell sowie auf der Facebook Page über die Aktion berichten und das Ganze noch mit diversen weiteren Social Media Maßnahmen abrunden.

Weitere Information zu der Aktion bzw. Wahl, den Partnern, Preisen, usw. unter www.legmichtiefer.com.

Wahlwerbung 2.0 – Beweg Dein Arsch… Geh zur Wahl!

September 1st, 2009

Diesmal nicht zur Fussball WM… Aber trotzdem HAMMER Video von Blumentopf… Daher sparen wir uns hier mal große Worte und sagen einfach: “Film ab!” und “Beweg Dein Arsch… Geh zur Wahl!”

Nichts für Nicht-Wähler

August 28th, 2009

Jede Stimme zählt… Nicht nur am kommenden Sonntag bei den anstehenden Wahlen, sondern auch beim Bitfilm-Festival 2009.

Pupsten letztes Jahr noch Kühe, so geht es in diesem Jahr mal um Gesellschaft und Politik. So zumindest bei den Filmen aus dem Bereich „Politicool“. So widmet sich beispielsweise Jahr Tino Schwanemann, einer der vielen Mitstreiter/innen, hier dem Thema des wachsenden Technologiefortschritts im Bezug auf die Gesellschaft.

Bitfilm Festival 2009 - Kategorie: Politicool Award "Democracy is..." von Tino Schwanemann

Mit seinem Film “Democracy is…” will er nicht nur die Augen der Zuschauer bezirzen, sondern vielmehr reizen. So sollen sie nicht nur schauen, sondern überlegen, nachdenken, nachhaken, diskutieren… Sich einfach mit dem Thema auseinandersetzen und kritisch hinterfragen.

Neben der Kategorie “Politicool – Digitale Filme mit politischer Botschaft” treten weitere Filme in den Sparten “3D Space Award – computergenerierte 3D-Animationen”, “FX Mix Award – Digitale Filme in Mischtechnik” und “Machinima Award – Filme, die live in Computerspielen gedreht werden” an. Auf die Teilnehmer warten in diesem Jahr nicht nur Ruhm und Ehre, sondern ebenfalls Preisgelder im Wert von insgesamt 10.000 Euro. Also… Entweder mitgemacht oder drauf geklickt, eingeloggt, angeschaut und abgevotet!

Bis zum 24. September können Interessierte noch als „Jury“ auf der Bitfim-Homepage tätig werden und für ihren Favoriten voten. Um noch einen kleinen Rück-Ein-Blick zu geben… Hier die Gewinner aus 2008.



Tomer Eshed “Our Wonderful Nature”
Kategorie: 3D Space Award



Elie Dagher “Beirut”
Kategorie: FX MIX Award



S. Riscos und R. Cano “Antvirus”
Kategorie: Flash Award



R. Stoneman “Rusty Whispers: Dennis”
Kategorie: Machinima Award



Darin McGowan “A Perfect Likeness”
Kategorie: Mobile Award



Andromeda Software Development “Lifeforce”
Kategorie: Realtime Award

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Social Media Facts – Why you should f**king care…

August 17th, 2009

Im Folgenden zwei äußerst sehenswerte Social Media Fundstücke. Diese erklären innerhalb weniger Minuten, was sich hinter Social Media verbirgt, wie viele Menschen es wozu nutzen, warum es sich heute eigentlich kaum ein Unternehmen mehr leisten kann das Thema zu vernachlässigen, usw.

Das Tolle dabei: Sie enthalten interessante Infos für jedermann – sowohl für den Social Media Newcomer als auch den vermeintlichen Guru…

Social Media Revolution
Ein Video, das innerhalb weniger Minuten zum Social Media Rundumschlag ansetzt. Einfach Popcorn raus, zurücklehnen und genießen;)

What the F**k is Social Media 2.0
Die erste Fassung dieser Präsentation hat bereits vor einem Jahr für relativ viel Aufmerksamkeit gesorgt. Da wurde es doch langsam Zeit für die Version 2.0.

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Viral Marketing 2.0: Passive Viralität als neue Leitwährung von facebook & Co.

August 5th, 2009

Anfang der Woche haben wir mal wieder einen Workshop bei einem recht prominenten Kunden veranstaltet, wie er Social Media und das Web 2.0 nutzen kann, um eine Kampagne zu optimieren bzw. viraler zu gestalten. Dabei ist mal wieder ein „Aha Effekt“ aufgetreten, den wir in letzter Zeit des öfteren erzielen. Daher dachte ich gebe ich die Theorie hier auch einmal kurz zum besten.

Aktive vs. Passive Viralität…
Kurz gesagt geht es dabei um Folgendes: Viele Unternehmen wünschen sich, dass sich ihre Werbebotschaften viral verbreiten. Dabei denken sie daran, dass Nutzer eine Botschaft sehen, lustig, interessant oder was auch immer finden und diese dann aktiv weiterleiten. An sich ein feiner Gedanke. Doch das braucht man heute gar nicht mehr, um eine Botschaft viral zu verbreiten.

Denn dank facebook & Co. müssen die Nutzer nicht mehr dazu bewegt werden, eine Botschaft, wie z.B. den Link zu einem Video, Blogbeitrag oder einer Microsite, selber weiterzuleiten. Es reicht vollkommen aus, wenn sie mit einer Marketingaktion INTERAGIEREN. Sei es in Form eines Kommentars, einer Votingfunktion (z.B. die Like-Funktion auf facebook), der Teilnahme an einer Umfrage oder einem Quiz, usw. Denn ein einzige Interaktion reicht bereits aus, damit die Werbebotschaft ihre Viralität (quasi passiv) entfalten kann. Schließlich taucht sie im Newsfeed des Nutzers und somit auch in dem Newsfeed sämtlicher seiner Kontakte auf (jedoch ohne, dass er aktiv einen „Senden“ oder ähnliches Button anklickt).

Die großen Vorteile dabei sind…
:: Dieses Vorgehen ist wesentlich dezenter.
:: Es ist wesentlich schwerer einen Nutzer dafür zu gewinnen, einen Information aktiv weiterzuleiten als „lediglich“ mit ihr zu interagieren.
:: Die Barriere für die Auslösung des gewünschten viralen Effekts ist bei diesem Vorgehen wesentlich geringer (oftmals wird sie von den Nutzern sogar gar nicht als Weiterleitung einer Information empfunden).
:: Die Interaktion kann viele Gesichter haben (Kommentar, Voting, Umfrage, Quiz, etc.) und an den verschiedensten Stellen passieren (auf einer facebook Page, einer Microsite, der Unternehmenswebsite, etc.).
:: Sie beschränkt sich nicht auf den engeren Kreis eines Nutzers, an den er gewöhnlich aktiv eMails versendet, sondern umfasst sein gesamtes Netzwerk.
:: Bei der „passiven Weiterleitung“ läuft der Nutzer weniger Gefahr die Reputation innerhalb seines Netzwerks zu beschädigen, da sie auch von den Empfängern als wesentlich unaufdringlicher empfunden wird.

Quantität meets Qualität…
Diese Denkweise hat allerdings nicht nur Einfluss auf den Bereich Viral Marketing, sondern auf Social Media Marketing im Allgemeinen (wobei diese beiden Bereiche unserer Meinung nach an verschiedenen Stellen per se immer stärker miteinander verschmelzen). Denn hierbei geht es eben nicht um Einbahnstrassen-Kommunikation, sondern einen Dialog. Und dieser erfordert bzw. produziert Interaktionen.

Unter dem Strich könnten wir uns gar vorstellen, dass Interaktionen eine Art zentrale Leitwährung im Bereich Viral und Social Media Marketing werden. Zukünftig könnte weniger „nackte quantitative Reichweite“ in Form von AIs, PIs & Co. im Mittelpunkt stehen, sondern „qualitativ wesentlich hochwertigere Interaktionen“ zur Bewertung des Erfolges und damit auch zur Planung weiterer Maßnahmen an Bedeutung gewinnen. In Kombination mit der Reichweite des Netzwerk-Effekts (wie viele Nutzer hatten letztendlich einen Hinweis in ihrem Newsfeed) erzielen Aktionen dann auch bei dieser Form der Berechnung eine Reichweite, die sich durchaus sehen lassen kann und vor allem Quantität mit Qualität verbindet.

Werbung als gern gesehener Gast…
Dies könnte nicht nur die Messbarkeit von Social Media Kampagnen optimieren, sondern evtl. die Kommunikation an sich. Denn dann würden Nutzer seltener mit Werbung belästigt auf die sie eigentlich gar keinen Bock haben. Im Gegenzug würden Unternehmen ihr Geld verstärkt an Plätzen ausgeben, wo sie nicht ungebetene, sondern gern gesehen (Werbe)Gäste sind. Eigentlich eine schöne Vorstellung… Oder?

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TNS Emnid-Umfrage liefert interessante Einblicke in die deutsche Social Media Welt

Juli 28th, 2009

Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid hat im Auftrag von Vodafone eine repäsentative Umfrage unter 1.001 Personen mit Online-Zugang erstellt. Hier eine kurze Übersicht der wesentlichen Ergebnisse:

:: 47% der deutschen Internetnutzer sind Mitglied in zumindest einem Social Network wie Facebook, StudiVZ oder XING
:: Unter den 14 bis 29-Jährigen liegt dieser Wert sogar bei 89%
:: 61% der Befragten haben bereits Texte, Fotos, Musik oder Filme im Internet hochgeladen
:: Unter den Jüngeren liegt dieser Wert sogar bei 80%
:: 34% der Nutzer haben mehr reale Kontakte durch das Internet
:: Bei den Jüngeren legt dieser Wert bei 49%
:: 32% der Onliner haben sich bereits an einer Diskussion im Internet beteiligt (zum Vergleich: Nur 20% der Befragten haben bereits einen Offline Leserbrief geschrieben)
:: Bei 14 bis 29-Jährigen liegt dieser Wert bei 55%
:: 61% der Befragten schätzen Erfahrungsberichte anderer Nutzer, z.B. über Reisen oder Produkte
:: Soziale Netzwerke sind bei den Befragten bereits ein wichtigerer Kommunikationskanal als die SMS

Natürlich sind vergleichbare Studien immer ein wenig mit Vorsicht zu genießen (Anzahl Teilnehmer, Hintergrund der Befragung seitens des Auftraggebers, usw.). Aber nichtsdestotrotz bestätigen diese Zahlen eine Tendenz, die sich auch an vielen anderen Stellen widerspiegelt.

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Warum Unternehmen auf Social Media, Facebook, Twitter und Co. setzen sollten?!

Juli 24th, 2009

Im Rahmen der Erstellung einer Präsentation für unser neues Facebook, Twitter & Co. Baukastensystem www.GetSocialMediaNow.de musste ich mal wieder folgende Fragen möglichst kurz und bündig beantworten: Warum sollte eigentlich kein Unternehmen auf den Einsatz von Social Media verzichten? Welche Vorteile bietet die Nutzung von Diensten wie Facebook und Twitter im Daily Business? Usw. Hier einmal unsere wesentlichen Antworten:

Warum Social Media – The No Brainers
:: Die Menschen sprechen bereits über Ihr Unternehmen, Ihre Marke, Ihre Produkte, Ihre Wettbewerber, usw. Und das passiert heutzutage im Web 2.0.
:: Sie sollten ein aktiver teil dieser Gespräche werden. Sie betreffen Sie unmittelbar!
:: Social Media hilft Ihre Kommunikation zu optimieren und zu vereinfachen.
:: Word of Mouth: Social Media erleichtert das Teilen der unterschiedlichsten Inhalte. Warum nicht auch die Ihrer Botschaften?
:: Werbemöglichkeiten im Web 2.0 bieten hohe Reichweite für relativ wenig Budget.
:: Hautnah am “Zielgruppenpuls”: Ersetzen Sie künstliche Focus Groups indem Sie einfach “Ihren echten Kunden” zuhören.

Warum Facebook…
:: Facebook ist mit 250 Mio. Nutzern das weltweit führende und auch schnellst wachsende Social Network (in absoluten Zahlen).
:: Auch in Deutschland verzeichnet Facebook bereits mehr Besucher als die ehemals führenden Networks StudiVZ und wer-kennt-wen.de.
:: Facebook eignet sich zur Ansprache sämtlicher Altersgruppen – national und international (aktuell stärkst wachsendes Segment = 50+).
:: Möglichkeiten zur plattformübergreifenden Vernetzung steigern die Wirkung unterschiedlicher Maßnahmen (Website, YouTube, Twitter…).
:: Extrem hohe Interaktionsrate der Nutzer (z.B. oft wesentlich mehr Kommentare als in Blogs, einfache Funktionen zur Bewertung, etc.).
:: Dies ermöglicht starke virale Effekte (automatische Verteilung im Freundeskreis ohne aktive Weiterleitung einer Botschaft).
:: Zahlreiche Applikationen bietet großen Funktionsumfang für den eigenen Auftritt – ohne Aufwand für individuelle Programmierungen.

Warum Twitter
:: Weltweit führender Micro-Blogging Dienst (Nachrichten mit max. 140 Zeichen).
:: Klingt auf den ersten Blick evtl. verrückt, ist aber genial.
:: Twitter = Der wohl schnellste Nachrichtendienst der Welt.
:: Echtzeitkommunikation ermöglicht schnelles Senden und Empfangen unterschiedlichster Informationen.
:: Hieraus entstehen oftmals ungeahnte virale Effekte (Botschaften verbreiten sich mit wenigen Klicks in Windeseile).
:: An kaum einem Platz erfahren Sie mehr über Ihre Zielgruppen, Wettbewerber, Feedbacks zu Ihrem Unternehmen, etc.
:: Twitter = Micro-Content-Management-System das an einer zentralen Stelle eine einfache Veröffentlichung von Informationen auf verschiedenen Plattformen ermöglicht.

Weitere Argumente
:: Steigern Sie Ihre Reichweite – Bauen Sie ein starkes Netzwerk auf. Bei Bedarf weltweit.
:: Ihre Social Media Kontakte sind wie ein selbst aktualisierender Newsletter Verteiler. Unbekannt verzogen. E-Mail Adresse nicht mehr gültig. Vergangenheit.
:: Controlling – Genaues Nachvollziehen der Ergebnisse.
:: Einsparungen – Social Media ermöglicht äußerst effiziente Kommunikation.
:: Aufbau von Brand und Produkt Awareness.

Join The Social Media Party
:: Stellen Sie sich Social Media als eine Party vor. Jeder kann mitmachen. Aber niemand wird extra eingeladen.
:: Egal ob Sie da sind oder nicht. Viele Menschen werden über Sie oder zumindest die Produkte/Themen reden, welche Sie anbieten.
:: Warum schauen Sie also nicht einfach mal vorbei und beteiligen sich an der Unterhaltung?
:: Wie auf einer echten Party lernen Sie auch im Web 2.0 jede Menge neuer Leute (Kunden) kennen und haben dabei auch noch Spaß.
:: Sie erhalten Komplimente. Haben die Möglichkeit ungezwungen bestimmte Dinge zu korrigieren, die irrtümlicherweise über Sie im Umlauf sind. Aber auch sich für Dinge zu entschuldigen, die manchen Menschen nicht gefallen haben – evtl. ohne dass Sie davon überhaupt wussten.
:: Aber eines steht fest. Wenn Sie nicht auf die Party gehen, werden Sie 
 es nie erfahren…

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